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Ahnsen Obernkirchener Straße: Mehr Kontrollen, höhere Bußgelder
Schaumburg Eilsen Ahnsen Obernkirchener Straße: Mehr Kontrollen, höhere Bußgelder
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18:30 23.12.2018
Bürgermeister Harald Niemann plädiert dafür, die Obernkirchener Straße als „geschlossene Ortschaft“ auszuschildern. Quelle: wk
AHNSEN

Denn das Ausmaß der auf dieser Kreisstraße innerhalb zweier Kontrollzeiträume gemessenen Geschwindigkeitsübertretungen ist bedenklich: Mehr als 50 Prozent aller Kraftfahrzeuge haben demnach die dort zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern um mindestens 25 überschritten, wobei der schnellste Kraftfahrer auf dieser Strecke mit Tempo 140 unterwegs war. Das berichtet Harald Niemann, der Bürgermeister des Dorfes.

Dabei bezieht er sich auf zwei jeweils einwöchige automatische Verkehrszählungen, während der auch die von den Kraftfahrzeugen gefahrenen Geschwindigkeiten protokolliert worden sind. Diese Erhebungen seien von der Samtgemeinde Eilsen im Auftrag der Gemeinde Ahnsen durchgeführt worden, und zwar im Frühjahr 2017 und im Frühjahr 2018 – also vor beziehungsweise nach Eröffnung des Klinikums Schaumburg.

Aufgrund dieser Daten wird laut Niemann jetzt geprüft, ob die Obernkirchener Straße hinsichtlich der verkehrsrechtlichen Einstufung umgewidmet werden kann. Bislang sei dieser Bereich als „offene Ortschaft“ (grünes Ortsschild) ausgeschildert, sinnvoller wäre indes eine Ausschilderung als „geschlossene Ortschaft“ (gelbes Ortsschild), erklärt er. Dann nämlich könnten polizeilich festgestellte Tempoverstöße mit höheren Verwarn- und Bußgeldern geahndet werden. Überhaupt sollte der Verkehr auf dieser Straße stärker überwacht werden, findet der Bürgermeister.

30 Prozent mehr Verkehr

Der Vergleich der beiden Verkehrszählungen hat nach Auskunft von Niemann außerdem ergeben, dass der Verkehr auf der Obernkirchener Straße zum Leidwesen der Anwohner um rund 30 Prozent zugenommen hat. Wegen der aktuellen baustellenbedingten Sperrung der Ortsdurchfahrt Vehler Straße/Friedrich-Ebert-Straße in Ahnsen sei auf der Obernkirchener Straße sogar noch „eine wesentlich deutlichere Zunahme des Straßenverkehres festzustellen“, betont er.

Damit nicht genug, werde seitens der Anwohner auch beklagt, dass die Obernkirchener Straße in wachsendem Maße von Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen frequentiert werde, so Niemann. Die Durchfahrt solcher Fahrzeuge sei dort allerdings nur zu bestimmten Zeiten zulässig, doch würden sich viele Fahrer nicht daran halten.

Daher haben Anwohner der Obernkirchener Straße bereits „Beweise“ gesammelt, indem sie etwa die Fahrzeugkennzeichen, die auf den Lastwagen zu lesenden Firmennamen und die Zeitpunkte der Verstöße notiert haben, weiß Niemann. Diese Angaben seien dann der Polizei übergeben worden. Von Michael Werk