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Bad Eilsen 20 vertrocknete Bäume in Bad Eilsen müssen gefällt werden
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen 20 vertrocknete Bäume in Bad Eilsen müssen gefällt werden
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14:53 15.07.2019
Schreckensbild aus dem Kurpark: einer der vertrockneten Bäume. Quelle: kk
Bad Eilsen

Gemeindedirektorin Svenja Edler informierte jetzt den Gemeinderat Bad Eilsen. Betroffen sind alle Eilsener Parkanlagen, unter anderem müssen Birken, Kirschen und ein seltener Mammutbaum gefällt werden. Möglicherweise sind darüber hinaus auch Bäume auf Privatgrundstücken betroffen.

Nach Edlers Angaben waren die Bäume im Kurpark erst vor zwei Wochen kontrolliert worden, dabei seien keine äußerlich sichtbaren Schäden festgestellt worden. Nun sind diese vertrocknet.

Tote Bäume sind ein Sicherheitsrisiko

Die Gemeinde hat sich bereits mit der Naturschutzbehörde verständigt, dass die Motorsägen kurzfristig zum Einsatz kommen. Die toten Bäume sind nämlich ein Sicherheitsrisiko: Von abgestorbenen Ästen geht bei Starkwind und Gewittern eine erhebliche Gefährdung aus. Diese können abbrechen und herunterstürzen, Fußgänger verletzen. Daher ist die Gemeinde schon alleine wegen ihrer Verkehrssicherungspflicht zum Handeln gezwungen.

Ob, in welchem Umfang und vor allem was nachgepflanzt wird, ist noch nicht endgültig abgeklärt. Zumindest für den Kurpark, der unter Schutz steht, kann die Aufsichtsbehörde Neuanpflanzungen anordnen.

Dabei sind immer die Standortansprüche und die sich ändernden klimatischen Bedingungen zu berücksichtigen. So sind manche Arten nicht so empfindlich gegen Trockenheit wie andere. Dennoch bedeutet jeder abgestorbene große Baum einen Verlust für die Umwelt: Es braucht Jahrzehnte, bis Bäume wieder ihre alte Pracht und Größe erreicht haben. Oft ergeben sich auch finanzielle Probleme. Je größer Baumschulpflanzen bereits sind, desto teurer sind diese auch meist.

Auch Schäden durch Starkregen

Bad Eilsen ist mit diesem Problem nicht alleine, aus vielen Orten in Norddeutschland wird von vertrockneten Bäumen berichtet. Als ein Grund für das Baumsterben gelten die fehlenden Niederschläge und hohen Temperaturen im vergangenen Jahr. Doch auch zu viel Regen kann schaden: Starkregen im Jahr 2017 hat laut Untersuchungen viele Baumwurzeln absterben lassen oder geschwächt.

Treten solche Probleme über einen längeren Zeitraum auf, haben viele Bäume diesem Stress wenig entgegen zu setzten. Außerdem werden sie anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer oder für Pilzerkrankungen, die zu weiteren Problemen führen.

Von Karsten Klaus