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Bad Eilsen Deutsch-chinesischer Kulturaustausch in Bad Eilsen
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Deutsch-chinesischer Kulturaustausch in Bad Eilsen
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22:43 25.06.2019
Dieses Bild hat Ausstellungsinitiator J. B. Antony auf Holz gemalt. Quelle: sig
Bad Eilsen

Auf Initiative von B. J. Antony aus Bremerhaven haben sich Künstler aus diesem Riesenreich und aus Deutschland zusammengefunden, um weltweit gemeinsam auszustellen. Die Künstlergruppe gab sich den Namen „PARADOX“.

Besondere Gäste zur Vernissage

Warum man gerade diese Bezeichnung wählte, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Vielleicht erscheint es doch irgendwie paradox, dass sich ausgerechnet Kunstschaffende aus zwei so entfernt liegenden Ländern zu einem solchen Vorhaben zusammentun. Natürlich kann man nicht erwarten, dass die ausländischen Gruppenmitglieder zu jeder Ausstellung anreisen. Dennoch war die Vernissage ein Anlass, dass diesmal besondere Gäste teilnahmen. Dazu gehörte der stellvertretende Landrat Horst Sassenberg aus Obernkirchen, der unter anderem aus seinen eigenen Erinnerungen an einen China-Aufenthalt berichtete. Nachdem er die Grüße des Landkreises Schaumburg überbracht hatte, folgten ihm mit ihren Grußworten Bürgermeisterin Christel Bergmann aus Bad Eilsen und Uwe Polnau von der Klinikleitung des Rehazentrums.

Die Laudatio hielt der Schriftsteller und Kunstmaler B. J. Antony, der zwar in Bremerhaven das Licht der Welt erblickte, inzwischen aber sein Atelier im Marburger Land hat. In seinen Ausführungen spürt man, wie sehr ihm die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kulturkreisen am Herzen liegt. Es sei normal, dass die Art der Malerei deutlich voneinander abweiche, so Antony. Das liege unter anderem an der Sichtweise des jeweiligen Künstlers, aber auch an der Art der unterschiedlichen Techniken. Man erkenne leicht, aus welchem Kulturkreis die in der Wandelhalle ausgestellten Gemälde kämmen.

22 Künstler aus China und Deutschland beteiligt

Insgesamt beteiligen sich 22 Kunstschaffende aus beiden Ländern an dieser Veranstaltung. Antony berichtete davon, dass der von der Künstlergruppe „PARADOX“ ins Leben gerufene Kulturaustausch natürlich auch dazu führe, dass die Werke der deutschen Mitglieder im Fernen Osten zu sehen seien. Während die politischen Ansichten und die Regierungsformen in diesen beiden Ländern sehr unterschiedlich seien und nicht einfach zueinanderfinden könnten, entwickele sich die Kunst zu einem sehr verbindenden Miteinander.

Der Schriftsteller und Maler B. J. Antony, der die Künstlergruppe „PARADOX“ gegründet hat.

Das dürfte ein triftiger Grund sein, weshalb gerade diese Ausstellung besonders viele Besucher erwarten lässt. Einen Beweis für die unterschiedlichen Maltechniken liefern unter anderem die Werke von Antony, der zum Beispiel direkt auf Holz malt. Interessant sind auch einige der besonders filigranen chinesischen Bilder. Der Laudator ließ durchblicken, dass sich aus dem gemeinsamen künstlerischen Schaffen im Laufe der Zeit auch auf anderen Ebenen Gemeinsamkeiten entwickeln lassen.

Ausstellung läuft bis 11. August

Die für die Ausstellungen in der Wandelhalle zuständige Freizeittherapeutin Kerstin Henke wies darauf hin, dass die Arbeiten bis zum 11. August zu besichtigen seien. Im Rahmen der Vernissage trat diesmal keine Musikgruppe, sondern ein sehr beeindruckender Alleinunterhalter auf. Der erfahrene Komödiant Jacques Oerter erfreute die Gäste unter anderen mit Couplets des berühmten Berliners Otto Reutter. Dabei zeigte er nicht nur sein stimmliches, sondern auch mimisches und tänzerisches Können.

Diese letzte Ausstellungseröffnung vor den Sommerferien beweist zugleich, welche Anziehungskraft und welchen Stellenwert der Fürstenhof nicht nur für die heimische Kunstwelt hat. von Siegfried Klein