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Bad Eilsen Die Gesichter der Steuerverwaltung
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Die Gesichter der Steuerverwaltung
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21:56 27.07.2018
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BAD EILSEN/RINTELN.

Und dann hieß es für die 171 frisch gebackenen Diplom-Finanzwirte und ihre Familien auch im Palais im Park noch einmal Schwitzen, als sie am Donnerstagnachmittag auf ihre Abschlussdiplome warteten.

Ihr oberster Dienstherr, Finanzminister Reinhold Hilbers, steckte nämlich im Stau fest und ließ auf sich warten. Doch schließlich hieß es: Ende gut, alles gut – ganz besonders für Simon Wolters (Osnabrück), Samuel Pries (Hannover) und Svenja Meyer (Soltau). Diese Drei legten nämlich die besten Prüfungen hin. Insgesamt schnitten 17 Finanzanwärter mit „gut“ ab.

„Sie sind froh, dass Sie es geschafft haben – wir auch!“

„Wir werden Sie als einen angenehmen, freundlichen Jahrgang in Erinnerung bebalten“, lobte Akademieleiter Karsten Pilz die Absolventen. Diese hätten eine „anspruchsvolle Zeit“ hinter sich, in der unter anderem Steuer-, Zivil- und Verwaltungsrecht gelehrt wurden. Diese habe mit ebenso anspruchsvollen Prüfungen geendet, in denen auch schon mal ein Prüfling trotz klarer Rechtslage auf einer falschen Antwort beharrt habe. Pilz schmunzelnd: „Das kann ja auch manchmal in der Praxis nicht schaden: Besser eine starke Behauptung, als ein schwaches Argument!“

„Sie sind froh, dass Sie es geschafft haben – wir auch!“, rief Hilbers den neuen Finanzwirten zu. Die meisten von ihnen werden nämlich im gehobenen in den niedersächsischen Finanzämtern Dienst tun. Und dort wird das Fachpersonal langsam knapp: 40 Prozent der Mitarbeiter gehen nämlich bis 2025 in Pension oder Rente. Um diese Lücken aufzufüllen, hat die Steuerakademie in Bad Eilsen (Ausbildung für den Mittleren Dienst) und Rinteln (Gehobener Dienst) ihre Kapazitäten deutlich erweitert. Laut Pilz sind jedoch zumindest in Bad Eilsen alle Erweiterungsmöglichkeiten ausgeschöpft.

Minister Hilbers warb um weitere Anwärter, die zwar eine anspruchsvolle Ausbildung vor sich hätten, auf die aber auch ein attraktiver Beruf warte. Die Beschäftigungsfelder in Finanzverwaltung seien vielfältig, Beruf und Familie ließen sich gut miteinander vereinbaren. Hilbers: „Sie sind diejenigen, auf die es ankommt, sie sind das Gesicht der Steuerverwaltung: Wir brauchen Sie!“ Doch zunächst erst einmal sollten die Absolventen feiern – vielleicht mit einem regionalen Bier. Warum? „Die Biersteuer ist Ländersache“, verriet der Finanzminister. kk