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Bad Eilsen Ehemaliges Badehotel: Gewinn und Glücksfall
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Ehemaliges Badehotel: Gewinn und Glücksfall
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19:15 26.05.2017
Das 1926 erbaute ehemalige Badehotel soll wieder zu einer Prachtimmobilie werden. Quelle: wk
Bad Eilsen

 Zu dem Vorhaben der auf die Planung und Errichtung von Sozialimmobilien spezialisierte First-Retail-Gruppe aus Bielefeld gehören auch eine Pflegeschule, Tagespflege, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft und barrierefreie Wohnungen.

 „Das wäre für uns eine wirklich tolle Sache“, meint Bad Eilsens Bürgermeisterin Christel Bergmann (SPD) mit Blick auf den Kurort. Zwar hätte sie sich auch gut vorstellen können, dass die 1926 erbaute Immobilie beispielsweise als Hotel genutzt wird, doch das von dem Investor angedachte Nutzungskonzept sei für die Gemeinde geradezu „ideal“.

 Ergänzend weist sie darauf hin, dass das leer stehende Badehotel gemeinsam mit dem Palais im Park, dem Georg-Wilhelm-Haus und dem Fürstenhof ein ortsbildprägendes Ensemble bilde; wobei zwei der historischen Gebäude bereits für viel Geld saniert worden seien und die Sanierung des Fürstenhofes im Sommer beginnen solle.

 Und wenn nun eben auch noch das Badehotel („ein riesiger Komplex“) fein herausgeputzt und einer neuen Nutzung zugeführt wird, ist dies laut Bergmann für Bad Eilsen ein großer Schritt hin zur Wiedererlangung des Status „Heilbad“, den sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt hat. Derzeit ist der Kurort nämlich nur noch als „Ort mit Heilquellenkurbetrieb“ eingestuft.

Wirtschaftlicher Faktor

Als „absolut positive Geschichte“ und „Gewinn für die Gemeinde“ bezeichnet Rolf Prasuhn, stellvertretender Bürgermeister Bad Eilsens, den Erwerb des Badehotels durch die First-Retail-Gruppe sowie deren Pläne mit der Immobilie. „Ich bin davon echt angetan und stelle mir das schon in der renovierten Form vor“, verrät der CDU-Mann und betont: „Wir bekommen nicht nur Schönheit, sondern auch einen wirtschaftlichen Faktor in den Ort.“ Gut sei ferner, dass das Badehotel nicht als reines Altenheim genutzt werden soll. Denn in Bad Eilsen habe man diesbezüglich bereits „eine gewisse Monostruktur“.

 Im Übrigen hebt auch Prasuhn die architektonische Bedeutung des aus den vier denkmalgeschützten Immobilien gebildeten Gebäudeensembles hervor.

 „Für die Samtgemeinde Eilsen und ganz besonders für die Gemeinde Bad Eilsen ist das ein absoluter Glücksfall – gerade was die jetzt geplante Nutzung betrifft“, kommentiert Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann die Entwicklung.

 Zudem betont er, dass die Verwaltung den Investor respektive Betreiber „nach besten Kräften unterstützen“ werde. So habe man etwa den Kontakt der First-Retail-Gruppe zum Landkreis Schaumburg hergestellt, damit schon mal erste Gespräche zwischen dem Investor und den als Genehmigungsbehörden an dem Bauvorhaben beteiligten Fachbehörden (beispielsweise Denkmalschutz, Brandschutz, Bauamt) geführt werden konnten. Dabei sei dem Unternehmen übrigens auch vonseiten des Landkreises signalisiert worden, dass dem Landkreis das Badehotel-Projekt wichtig sei. wk