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Bad Eilsen Konzert am Julianen-Kiosk in Bad Eilsen: Veranstaltung zu laut?
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Konzert am Julianen-Kiosk in Bad Eilsen: Veranstaltung zu laut?
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08:01 19.08.2019
Im Biergarten des Julianen-Kiosks herrscht ausgelassene Stimmung. Quelle: wk
Bad Eilsen

Mit einem breit gefächerten Repertoire an bekannten Pop- und Rocksongs hat das Duo Acoustic Moments alias Harald Godau und Frank Dickhut im Biergarten des Julianen-Kiosks in Bad Eilsen für Stimmung gesorgt. So kredenzten die beiden Schaumburger Musiker dort am Samstag etwa den Marius-Müller-Westernhagen-Klassiker „Mit 18“, den von der Band Survivor entliehene Titelsong des Kinofilms „Rocky III“ („Eye of the Tiger“) und den nicht minder treibenden Spider-Murphy-Gang-Hit „Skandal im Sperrbezirk“. Die Besucher, von denen einige sogar bei manchen Titeln lautstark mitsangen, honorierten das Konzert immer wieder mit begeistertem Applaus.

Für Heiterkeit sorgte dabei ein Moment, als Godau im Verlauf des Abends zwischen zwei Songs selbstbewusst die Frage „Habt ihr Spaß?“ ins Publikum schmetterte, und ein älterer Herr in überschwänglich guter Feierlaune sogleich mit „Nee, überhaupt nicht“ konterte. Eine Riesengaudi!

Genehmigung für Veranstaltung notwendig

Angesichts der tollen Stimmung bei dem gut besuchten Event hätte Monika Obendorf, seit Mai neue Pächterin des an der Ecke Bückeburger Straße/Julianenstraße gelegenen Julianen-Kiosks, eigentlich allen Grund zur Freude gehabt, wäre da nicht ihr Ärger über die Samtgemeinde Eilsen: Rund vier Wochen vor dem Event hat sie das Konzert nach eigenen Angaben bei der Verwaltung angemeldet und in der Folge dreimal dort angerufen, um nachzufragen, wie es denn mit der Genehmigung aussehe. So erzählt sie es im Gespräch mit dieser Zeitung.

Da Bad Eilsen ein Kurort sei und der Julianen-Kiosk in einem Wohngebiet liege, müsse sie sich solche Veranstaltungen genehmigen lassen, erklärt die Pächterin. Doch erst am Veranstaltungstag habe sie die Genehmigung erhalten und von der Verwaltung erfahren, dass das Konzert zudem nur bis 22 Uhr dauern dürfe (anstatt wie von ihr geplant bis 22.30 Uhr).

Kleinbetriebe im Nachteil?

Wenn dann keine Ruhe sei, müsse sie mit einer Anzeige wegen Lärmbelästigung im Wohngebiet rechnen, sei ihr zudem mitgeteilt worden, führt Obendorf weiter aus. Angeblich habe es nämlich schon zuvor von irgendjemandem eine Beschwerde gegeben – wegen einer angeblichen Lärmbelästigung zwischen 19 und 20 Uhr.

Als „Kleinbetrieb“ fühle sie sich „ausgegrenzt“, sagt Obendorf. Dabei verweist sie exemplarisch auf die Anfang August im Bad Eilser Kurpark ausgerichtete alljährliche „Mallorca-Party“, bei der bis nach Mitternacht laute Musik gespielt worden sei. Bis zu ihrem Kiosk sei die Party zu hören gewesen.

Einmal im Vierteljahr Veranstaltung geplant

„Wir wollen hier was aufbauen und den Leuten was bieten“, betont die Kiosk-Pächterin. Daher verstehe sie nicht, dass ihr von der Samtgemeinde auf diese Weise „Knüppel zwischen die Beine geworfen werden“. Auf Nachfrage teilt sie mit, dass sie lediglich einmal pro Vierteljahr eine Musikveranstaltung in dem Biergarten aufziehen möchte.

Aufgrund des Wochenendes war die Samtgemeinde Eilsen für eine Stellungnahme zu dieser Problematik noch nicht zu erreichen. wk

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