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Bad Eilsen „Outlet Days“ Palais im Park in Bad Eilsen: Besucheransturm bleibt aus
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen „Outlet Days“ Palais im Park in Bad Eilsen: Besucheransturm bleibt aus
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12:17 11.11.2019
Interessiert begutachten diese Damen die Auswahl an Leder-Portemonnaies. Quelle: Michael Werk
Bad Eilsen

Zum zweiten Mal hat die Palais im Park Veranstaltungsgesellschaft eine mit „Outlet Days“ betitelte Verkaufsmesse im PiP aufgezogen. Rund eineinhalb Dutzend Aussteller boten dort am Freitag und Samstag stark heruntergesetzte Oberbekleidung für Damen, Herren und Kinder an sowie Schuhe, Modeschmuck, Lederwaren, Spielsachen und Wohnaccessoires.

Verglichen mit der Veranstaltung vom Vorjahr, bei der das Palais im Park am ersten der beiden Messetage von zahlreichen Besuchern gestürmt worden war, fiel der Andrang diesmal deutlich geringer aus. Lediglich circa 20 Frauen warteten am späten Freitagmittag schon vor Beginn (14 Uhr) auf Einlass. Ein – im Wortsinn – „Run“ auf die im Gebäude angebotenen Waren war nach Öffnen der Türen daher nicht zu beobachten.

Entspannte Schnäppchenjagd

„Ich will hier gar nicht hin, ich bin nur Begleitperson“, erklärte Heiko Heinz. Mit seiner Ehefrau, die bei den „Outlet Days“ auf Schnäppchenjagd gehen wollte, war der Krainhäger nach Bad Eilsen gekommen. Ein kleines bisschen Eigeninteresse schwang bei ihm letztlich aber doch mit. Denn er wollte sich, so verriet der Gatte, noch einmal so ein „Schauspiel“ anschauen, wie er es im vergangenen Jahr hier miterlebt hatte.

„Letztes Mal war hier ‚Krieg‘“, beschrieb er die damalige Situation. Einen regelrechten „Kampf“ hätten die Frauen damals untereinander ausgetragen, um sich an den Wühltischen die von ihnen begehrten Bekleidungsartikel zu sichern. Enttäuscht, dass es diesmal keine solchen Szenen am Eröffnungstag zu beobachten gab, war Heiko Heinz indes nicht: „Letztes Mal fand ich es zu heftig, jetzt ist es hier entspannter“, resümierte er.

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Zufriedenstellendes Angebot

„Diesmal ist es schöner – aufgeräumter und ordentlicher“, ergänzte Angela Heinz, die Ehefrau. Zwar sei das Warenangebot jetzt kleiner, aber dennoch sei für jeden Geschmack etwas dabei. Sie selbst hatte sich ein Kleid und „kuschelige Socken“ gekauft.

Zu den Besuchern gehörten auch zwei Patientinnen des Rehazentrums Bad Eilsen, die an den Verkaufsständen ebenfalls fündig geworden waren: „Endlich mal wieder shoppen“, kommentierte Martina Schöne aus Bad Bevensen. Eine Handtasche habe sie sich schon gegönnt, als Nächstes wolle sie sich noch ein Portemonnaie kaufen. Mit dem Angebot war sie eigenen Worten nach ebenfalls zufrieden.

Besucheransturm bleibt aus

Anders sah es einer der Aussteller, der seinen Namen aber nicht in der Zeitung genannt haben möchte. Er hätte sich mehr Aussteller und ein breiteres Sortiment gewünscht, bei dem aber durchaus an mehreren Ständen die gleichen Artikel offeriert werden. Denn dann, so erklärte er, hätten die Besucher Vergleichsmöglichkeiten, was wiederum Kaufanreize setzen würde und im Ergebnis mehr Geld in die Kasse der Aussteller spülen würde. Vom Ambiente her sei das Palais aber wunderschön, fügte der Händler hinzu.

„Ich bin ganz entspannt“, berichtete dagegen Özgür Suna, Inhaber von Troys Textil aus Mühlheim an der Ruhr. Er bot an seinem Stand Streetware angesagter Modelabels feil. Auch Suna bedauerte am Freitagnachmittag, dass nur „wenige Leute“ da seien. Entscheidend ist ihm zufolge jedoch, was am Ende der Veranstaltungstage unterm Strich an Umsatz zusammenkomme.

Zum Weiterlesen: Veranstaltungs-GmbH setzt Fokus auf Palais im Park

Bunt gemischtes Publikum

Es seien zwar weniger Besucher da als 2018, dafür jetzt aber mehr Kurgäste, meinte Beate Koß (Fachgeschäft Quick-Schuh, Bückeburg), und fügte hinzu: „Ein bunt gemischtes Publikum ist immer gut.“ Anders formuliert: „Hier ist Frequenz, und wir verkaufen was – und das ist ja das, was wir wollen.“ Von Michael Werk