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Bad Eilsen Parodie im Palais
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Parodie im Palais
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21:01 21.10.2018
Beschert seinem Publikum einen unterhaltsamen Abend: der Parodist Andreas Neumann.
Beschert seinem Publikum einen unterhaltsamen Abend: der Parodist Andreas Neumann. Quelle: wk
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Bad Eilsen

Der Andrang zu seinem „Heinz Erhardt und Freunde“-Abend war dabei so groß, dass auch die Empore des Saales einbezogen werden musste, um allen Zuschauern einen Platz bieten zu können.

„Man sieht kaum einen, der nicht da ist heute Abend“, kommentierte Neumann das Interesse. Und schon da blitzte von der Art her der für sein berühmtes Vorbild, den Komödianten und Wortspielakrobaten Heinz Erhardt, typische Humor durch – begleitet von einem spitzbübischen Lachen, das eins zu eins an den berühmten Unterhaltungskünstler erinnerte. Wie überhaupt es Neumann gelang, den bereits 1979 verstorbenen Heinz Erhardt auf der Bühne durch sein virtuoses Schauspiel wieder lebendig werden zu lassen.

Das Leichte ist das Schwere

„Parodie sollte ganz leicht gehen, wenn sie dann überhaupt leicht gehen kann. Und das Leichte, das wissen wir, ist oftmals das Schwere“, erklärte Neumann nicht ohne Ernst. Zudem merkte er an, dass diesbezüglich sowohl Stimme und Sprache als auch Gestik und Mimik passen müssen. Unerwähnt ließ er indes, dass er Heinz Erhardt auch äußerlich sehr ähnlich sieht, was das Ganze perfekt macht.

Für Heinz-Erhardt-Fans war Neumanns Show somit ein großer Spaß – insbesondere für jene, die Erhardt noch zu dessen Lebzeiten im Fernsehen erlebt haben. Unterhaltsam waren dabei übrigens auch die vielen von Neumann selbst erdachten Betrachtungen und Reime, die ebenso von Erhardt persönlich hätten stammen können. Mitunter war deshalb sogar unklar, ob es sich bei einem Spruch um ein Original handelte oder nicht (siehe das erstgenannte Zitat).

Müheloser Rollenwechsel

Darüber hinaus bot sein im Palais im Park gezeigtes Programm ein Wiederhören mit anderen legendären Unterhaltungskünstlern von früher. So parodierte Neumann etwa auch TV-Promis wie Marcel Reich-Ranicki, Heinz Rühmann, „Ekel Alfred“ (damals gespielt von Heinz Schubert), Theo Lingen, Jürgen von Manger („Adolf Tegtmeier“) und die streitbare Schauspielerin Inge Meysel. Beeindruckend war dabei nicht zuletzt, wie treffend er auch deren Stimmen auf der Bühne imitierte und wie schnell und scheinbar mühelos er zwischen diesen höchst unterschiedlichen Charakteren wechseln konnte. Klar, dass er diesen Berühmtheiten ebenfalls humorige Sätze in den Mund legte, um seinem überwiegend älteren Publikum einen vergnüglichen Abend zu bereiten.

„Lieber Gras rauchen als Grass lesen“, ließ Neumann beispielsweise den Literaturkritiker Reich-Ranicki über den deutschen Literaturnobelpreisträger Günter Grass wettern. Zu den von Heinz Erhardt entliehenen Wortspielen, die der Parodist präsentierte, gehörte dagegen nicht zuletzt dieses hier: „Wissen Sie, was paradox ist? Wenn ein Oberkellner am Unterarm ein Überbein hat!“

Von Michael Werk