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Bad Eilsen Schulzeit mit Höhen und Tiefen
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Schulzeit mit Höhen und Tiefen
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20:55 24.06.2018
Gemeinsam gratulieren Herbert Habenicht (links) und Thomas Piepho (rechts) den drei Jahrgangsbesten: Nico Betger (Zweiter von links), Rebecca Vogt und Jonas Partsch.
Gemeinsam gratulieren Herbert Habenicht (links) und Thomas Piepho (rechts) den drei Jahrgangsbesten: Nico Betger (Zweiter von links), Rebecca Vogt und Jonas Partsch. Quelle: wk
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Bad Eilsen

Bevor dort jedoch festlich diniert und zu der von einem DJ aufgelegten Musik getanzt wurde, standen zunächst mehrere Reden und die Aushändigung der ersehnten Abiturzeugnisse auf dem Programm.

Die Anstrengungen haben sich gelohnt, würdigte Herbert Habenicht, Leiter der BBS, die von den Schülern erbrachten Leistungen. Aber so schwer das Abitur zu erreichen war, stelle dies doch nur „die Eintrittskarte für das Erwachsenen-Leben“ dar, betonte er. „Auf den Lorbeeren ausruhen geht nicht. Lebenslanges Lernen ist angesagt.“ Zudem appellierte er an die jungen Leute, sich Ziele zu setzen und sich nicht von ihnen im Weg stehenden Hindernissen aufhalten zu lassen.

Kein Zuckerschlecken

An die Eltern der Abiturienten adressiert sagte Habenicht, dass die Schulzeit der Kinder auch für die Eltern „mit Sicherheit nicht immer ein Zuckerschlecken“ gewesen sei. Oder anders formuliert: „Wie viele Sorgen hat man ausgestanden, wenn die Noten nicht den Erwartungen entsprachen oder wenn die Pubertät der Kinder dem harmonischen Kindesalter ein jähes Ende setzte?“ Wohingegen die vielen glücklichen Momente die Eltern immer wieder zu der Überzeugung haben kommen lassen, dass Kinder „etwas Wundervolles“ sind.

Und überhaupt: „Ich verspreche Ihnen, liebe Eltern, Ihre Kinder wissen es oder werden es später zu schätzen wissen, dass Sie einen ganz wesentlichen Beitrag zum Gelingen des heutigen Erfolges geleistet haben.“ Ferner unterstrich Habenicht, dass das Lehrerkollegium ebenfalls stolz auf die Abiturienten sein dürfe, da sich deren „Lehrer-Leistung“ in den Abiturzeugnissen manifestiert habe.

Thomas Piepho, der Leiter der Beruflichen Gymnasien der BBS, hob hervor, dass im Leben auch Teamgeist wichtig sei, um Erfolg zu haben. Dies gelte in der Wirtschaft ebenso wie etwa bei der derzeit laufenden Fußball-Weltmeisterschaft.

Gemeinschaft statt „Ich zuerst“

Besorgt zeigte er sich darüber, dass sich mittlerweile sogar in der Schule eine „Ich zuerst“-Einstellung breitmache. Angesichts dieser Entwicklungen appellierte Piepho an die Abiturienten: „Setzt auf die Gemeinschaft, den Zusammenhalt, die Demokratie und das Vertrauen in eure Freunde“ – denn dies alles sei in Gefahr.

„Wir alle werden unseren Weg machen, wir waren schließlich an der BBS Rinteln“, erklärte die Abiturientin und Jahrgangssprecherin Paulina Caroline Weiss im Rahmen der Schülerrede. Alle Türen seien nun geöffnet. Dabei müsse man allerdings das Ziel im Auge behalten und erkennen, wann es sich zu kämpfen lohnt.

Manchmal in den Wahnsinn getrieben

Die BBS hätten es geschafft, die Schüler zu einer Gemeinschaft zusammenzuschweißen, führte Julius Redecker, ebenfalls Jahrgangssprecher der Abiturienten, weiter aus. Außerdem dankte er den Lehrern für deren Engagement, wenngleich diese die Schüler „manchmal sehr in den Wahnsinn getrieben“ hätten. „Uns verbindet eine schöne, unvergessliche Schulzeit mit vielen Höhen, aber auch Tiefen“, resümierte Weiss.

Für herausragende Leistungen wurden drei Abiturienten ausgezeichnet: Rebecca Vogt hat ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 gemacht, Jonas Partsch hat einen Notendurchschnitt von 1,7 und Nico Betger einen von 1,8 erreicht. Der Notendurchschnitt des gesamten Jahrgangs liegt bei 2,8.

Dazu berichtete Piepho, dass es in der jetzt rund 70-jährigen Geschichte der Beruflichen Gymnasien Rinteln zuvor noch nicht vorgekommen sei, dass ein Schüler oder eine Schülerin ein Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,0 geschafft habe. wk