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Bad Eilsen Wirtschaftsplan für Palais im Park sorgt für Diskussionen
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Wirtschaftsplan für Palais im Park sorgt für Diskussionen
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22:04 17.02.2019
Das Palais im Park in Bad Eilsen steht im Eigentum der Samtgemeinde Eilsen. Quelle: wk
Bad Eilsen

Dieser weist für die das Haus betreibende „Palais-im Park“-Veranstaltungsgesellschaft unterm Strich ein Defizit in Höhe von 180300 Euro aus: 177500 Euro an Erträgen stehen 357800 Euro an Aufwendungen gegenüber. Das erwartete Minus soll von der Samtgemeinde analog der Vorjahre durch eine entsprechende „Stärkung der Kapitalrücklage“ ausgeglichen werden. Dies hat in Anbetracht dessen, dass die Samtgemeinde Eilsen laut Edler in diesem Jahr keinen ausgeglichenen Haushalt (133100 Euro Defizit im Ergebnishaushalt) wird präsentieren können, bei der Sitzung zu Diskussionen geführt.

Zu viel des Guten

Allein schon wegen der gemäß „Doppik“ (Doppelte Buchführung in Konten) zu berücksichtigenden Abschreibungen sei es schwierig, den Haushalt der Samtgemeinde ausgeglichen zu halten, erinnerte Thomas Beckmann, der stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses (CDU). Angesichts der dargestellten klammen Haushaltslage der Kommune zeigte er indes kein Verständnis dafür, der „Palais-im-Park“-Veranstaltungsgesellschaft deren finanzielles Minus auszugleichen. Die „Stärkung der Kapitalrücklage“ und die (aufgrund der erfolgten Sanierung des Kulturgebäudes) pro Jahr zu zahlenden Darlehenszinsen nebst Tilgung zusammengerechnet, müsse die Samtgemeinde für das PiP insgesamt rund 400000 Euro aufwenden, rechnete der Luhdener. Für ihn war dies in Summe zu viel des Guten: Daher werde er dem Haushaltsentwurf der Samtgemeinde „in dieser Form“ nicht zustimmen, erklärte Beckmann. Zudem merkte er an, dass die Mitgliedsgemeinden nicht gefragt worden seien, ob diese der Zahlung zustimmen.

Auf einem guten Weg

„Klar kneift das, weil jede Gemeinde ihr Scherflein im Rahmen der Samtgemeindeumlage dazugeben muss“, entgegnete Harald Bokeloh (SPD). Aber die Summe der von der „Palais-im-Park“-Veranstaltungsgesellschaft erwirtschafteten Erträge sei doch im Laufe der Jahre gestiegen und diese somit „auf einem guten Weg“.

Für 2019 verzeichne das PiP schon viele feste Buchungen, bekräftigte Bernd Schönemann, der Samtgemeindebürgermeister. Wie überhaupt das ganze Angebot des PiP sehr gut angenommen werde. Zudem wies er darauf hin, dass die Kommune hinsichtlich des PiP ja auch Pachteinnahmen erhalte. Dem Wirtschaftsplan der „Palais-im-Park“-Veranstaltungsgesellschaft nach handelt es sich dabei um einen Betrag in Höhe von 84000 Euro. Alleinige Gesellschafterin des Unternehmens ist die Samtgemeinde Eilsen.

Keine Alternative

Schönemann zufolge hat es seinerzeit im Übrigen auch keine wirkliche Alternative zur Übernahme des Kulturgebäudes durch die Samtgemeinde und den anschließenden Betrieb durch die „Palais-im-Park“-Veranstaltungsgesellschaft gegeben: „Die einzige Alternative wäre gewesen, dass man um den Kursaal einen Bauzaun hätte aufbauen müssen“, betonte er. „Das wäre für den Kurort Bad Eilsen sehr schlecht gewesen.“

„Ich muss Bernd Schönemann recht geben: Da wäre ein Zaun drum rumgekommen“, meinte Ausschussmitglied Wolfgang Faulhaber (SPD). Außerdem: „Kultur kostet Geld“, rechtfertigte der Ahnser das finanzielle Engagement der Samtgemeinde. Dabei zeigte er sich ebenfalls zufrieden mit der bisherigen Entwicklung der „Palais-im Park“-Veranstaltungsgesellschaft: „Die Entwicklung ist gut.“ Die Anzahl der Veranstaltungen und die Erträge seien mehr geworden. Zudem habe Bad Eilsen durch das PiP einen „unglaublichen Werbeeffekt“.

In die Zukunft schauen

Dem Haushaltsplan der Samtgemeinde wegen dieses einen Punktes („Stärkung der Kapitalrücklage“) nicht zuzustimmen, das halte er für „krass“, meinte Gerhard Hasse (parteilos). Man müsse dennoch in die Zukunft schauen.

Der Ausschuss stimmte bei einer Gegenstimme (Beckmann) für den von Edler vorgelegten Entwurf, somit auch für die der „Palais-im-Park“-Veranstaltungsgesellschaft zu zahlende „Stärkung der Kapitalrücklage“. Als Nächstes wird sich der Samtgemeinderat mit dem Thema befassen.

Von Michael Werk