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Buchholz Hundesteuer erstmals seit 35 Jahren erhöht
Schaumburg Eilsen Buchholz Hundesteuer erstmals seit 35 Jahren erhöht
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15:51 23.09.2018
Hundehalter in Buchholz werden künftig stärker zur Kasse gebeten. Quelle: wk
Buchholz

Für vom Veterinäramt des Landkreises Schaumburg als „gefährlich“ eingestufte Hunde werden dagegen jährlich 600 Euro für den ersten Hund, 900 Euro für den zweiten und 1200 Euro für jeden weiteren Hund fällig.

Zuletzt seien die Hundesteuersätze der Gemeinde Buchholz im Jahr 1983 – also vor 35 Jahren – erhöht worden, berichtete Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) bei der Sitzung des Gemeinderates. Lediglich die Steuern für „Kampfhunde“ seien im Jahr 2005 neu in die Hundesteuer-Satzung aufgenommen worden.

Zum Vergleich: Bislang mussten die Hundehalter für den ersten Hund nur 30 Euro pro Jahr, für den zweiten 40 Euro und für jeden weiteren Hund 66 Euro an Steuern bezahlen. Für „gefährliche Hunde“ waren 504 Euro (erster Hund), 804 Euro (zweites Tier) und 1104 Euro (jeder weitere Vierbeiner) zu berappen.

Landkreis entscheidet, ob ein Hund als gefährlich eingestuft wird

Bei der jüngsten Ratssitzung stand noch ein weiterer Steuertarif zur Diskussion. So hatte die SPD-Fraktion im Gemeinderat vorgeschlagen, nur die Steuersätze für „gefährliche Hunde“ zu erhöhen – und zwar auf 540 Euro, 1080 Euro beziehungsweise 1620 Euro. Für die übrigen Hunde sollte indes alles beim Alten bleiben. Bei der Abstimmung darüber votierten die sechs Mandatsträger der Wählergemeinschaft in Buchholz (WiB) und die CDU-Ratsfrau Marianne Ohlen jedoch geschlossen gegen den Vorschlag der Sozialdemokraten (zwei Sitze).

Bei der Beschlussfassung über die von der Gemeindeverwaltung empfohlene Staffelung (48 Euro, 72 Euro, 96 Euro beziehungsweise 600 Euro, 900 Euro, 1200 Euro) ergab sich erwartungsgemäß das umgekehrte Bild: Die kleine SPD-Ratsfraktion um Frank Rinne (Vorsitzender) sprach sich mit zwei Nein-Stimmen gegen diese Regelung aus, während die Gruppe WiB/CDU mit ihren insgesamt sieben Stimmen dafür war.

Beschlossen wurde zudem eine neue Fassung der Hundesteuer-Satzung, in der die bisherige Regelung für sogenannte Kampfhunde durch den Begriff „gefährliche Hunde“ im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden ersetzt wurde. Dazu merkte Rinne an, dass es gut sei, dass die Fachbehörde des Landkreises (Veterinäramt) darüber entscheide, ob ein Hund als gefährlich eingestuft wird. Denn dadurch sei die Gemeinde Buchholz in dieser Frage „aus der Schusslinie“. wk