Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Buchholz Zuschüsse für Vereins-Feiern sollen neu geregelt werden
Schaumburg Eilsen Buchholz Zuschüsse für Vereins-Feiern sollen neu geregelt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 25.05.2018
Nach welchen Modalitäten sollen Vereine Zuschüsse für ihre Feste bekommen? Darüber hat der Gemeinderat Buchholz diskutiert.
Nach welchen Modalitäten sollen Vereine Zuschüsse für ihre Feste bekommen? Darüber hat der Gemeinderat Buchholz diskutiert. Quelle: dpa
Anzeige
Buchholz

Der Gemeinderat hat schon vor Jahren beschlossen, dass diejenigen Vereine des Dorfes, die ein besonderes Jubiläum feiern, zu diesem Anlass einen bestimmten Eurobetrag als „Geldgeschenk“ aus dem Gemeindesäckel erhalten.

Nach Meinung der SPD-Fraktion im Gemeinderat sollte diese Zuschussregelung neu gefasst werden. Denn aus Sicht der Sozialdemokraten ist es erforderlich, die Ausrichtung von großen Zeltfesten zu fördern, die zu einer Bereicherung des Dorf- und Vereinslebens führen können.

Vereine sollen selbst bestimmen, wie sie feiern

Die Feuerwehr und Vereine wie die Schützengilde kommen bei Jubiläen eigentlich nicht umhin, ein Zeltfest auszurichten, „so wie wir es in unserer Jugend kennengelernt haben“, erklärte SPD-Fraktionschef Frank Rinne. Seitens der Sozialdemokraten schlage man daher vor, dass die Gemeinde bei solchen öffentlichen Feiern, für die ein Festzelt aufgestellt wird, generell die Zeltkosten übernimmt – in voller Höhe oder zumindest zum Teil. Dies müsste dann aber auch für Jubiläen der Schützengilde gelten, sollte diese statt in deren Vereinsheim in einem Festzelt feiern.

Bislang verfahre man bei den Zuwendungen nach der bewährten Devise „Wer etwas macht, der kriegt auch was“, wandte Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) ein. Zudem merkte er an, dass man den örtlichen Vereinen die „Freiheit geben“ müsse, Feste unabhängig von der Frage einer möglichen Bezuschussung so auszurichten, wie es die Vereine wollen.

„Ein Zelt zieht keine Leute“, gab Rolf Milewczek (2. Vize-Bürgermeister/WiB) zu bedenken. CDU-Ratsfrau Marianne Ohlen meinte, dass die Jugendlichen lieber in anderen Lokalitäten feiern als „hier in einem Zelt“.

Die Suche nach dem Kompromiss

Rinne konterte derlei Kritik indes mit einem Hinweis auf das letzte große Zeltfest in Buchholz (2001), bei dem nach seiner Erinnerung rund 800 Besucher bis in die Nacht hinein gefeiert hatten.

Vielleicht sollte die Gemeinde bei den Vereinen zukünftig nach der Devise verfahren, „wenn ihr ein Zelt aufstellt, geben wir euch mehr dazu als ohne Zelt“, machte Milewczek einen Kompromissvorschlag. Die Schützengilde Buchholz dürfe man dann natürlich nicht dafür „bestrafen“, dass diese ein Schützenhaus hat und somit kein Zelt für ihre Festivitäten brauche, ergänzte Krause.

Im Ergebnis der kurzen, aber kontroversen Debatte einigte sich der Gemeinderat darauf, zukünftig bei jedem Vereinsjubiläum neu über die genaue Höhe der von der Gemeinde zu gewährenden Zuschüsse zu beraten. wk