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Heeßen Mindestens 30000 Euro erforderlich
Schaumburg Eilsen Heeßen Mindestens 30000 Euro erforderlich
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23:04 30.08.2019
Die kommissarische Schulleiterin Heike Schorling zeigt den Computerraum der Grundschule Heeßen. Quelle: wk
Heeßen

Ein Investitionsprogramm, für das der Bund über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellt.

Davon sind laut niedersächsischem Kultusministerium 470 Millionen Euro für Niedersachsen bestimmt, wobei dieser Betrag vom Land noch um rund 52 Millionen Euro auf 522 Millionen Euro aufgestockt wird. Einen Bedarf für entsprechende Investitionen aus dem Digitalpakt hat auch die Grundschule Heeßen. Diesen hat sie in einem Konzeptpapier zusammengefasst, das auf zuvor gelaufenen Beratungen des Schulvorstandes und der Gesamtkonferenz basiert.

Der Istzustand in der Grundschule Heeßen sieht demnach so aus: Es gibt einen Computerraum mit 14 Schülerarbeitsplätzen, einem Lehrerarbeitsplatz und einem Drucker. Allerdings haben die dort vorhandenen PCs „starke Mängel“. So brauchen die Geräte zum Beispiel lange, um nach dem Anschalten hochzufahren; mitunter schlägt der Startvorgang auch fehl – oder digitale Lernprogramme stürzen ab. Zudem kann häufig keine Verbindung zu einer ebenfalls vorhandenen externen Festplatte hergestellt werden, „die die einzige Möglichkeit bietet, Arbeitsergebnisse zu speichern“. Als weiteres Problem wird eine schlechte Internetverbindung genannt, die oftmals nicht von mehreren Computern gleichzeitig genutzt werden kann.

Infrastruktur optimieren

An Geräten stehen gemäß dem Konzeptpapier ferner insgesamt 25 Netbooks für Schulklassen, drei Computer im Verwaltungsbereich, ein PC in einem Besprechungszimmer und – in einem von schulischen Arbeitsgemeinschaften genutzten Raum – ein Beamer zur Verfügung. Ferner sind alle neun Klassenräume mit sogenannten Whiteboards (interaktive Schultafeln) ausgestattet.

„Unsere Idee ist, erst mal die Infrastruktur zu optimieren“, sagt Heike Schorling, die kommissarische Leiterin der Grundschule. So sei es wichtig, dass mit allen Schulcomputern verlässlich – und bei Bedarf auch gleichzeitig – das Internet genutzt werden könne. Zudem wolle man dergestalt eine bessere digitale Vernetzung innerhalb des Kollegiums erreichen, sodass bestimmte Dateien und etwa der Schulkalender auf einem Server oder in einer Cloud abgelegt werden, auf den – beziehungsweise die – alle Lehrkräfte Zugriff haben. „Das erleichtert Arbeitsweisen“, sagt Schorling. Und so funktioniere die Arbeitswelt ja auch in anderen Bereichen.

Darüber hinaus möchte die Grundschule Heeßen für alle Schüler der dritten und vierten Klassen Tablett-Computer haben, mit denen die Kinder während des Unterrichtes ihnen gestellte Aufgaben bearbeiten und zu verschiedenen Themen im Internet recherchieren können. Dies würde den Unterricht bereichern. Außerdem sei es für die Kinder motivierend, mit solchen Geräten umzugehen, meint Schorling. Denn digitale Medien seien eine „Welt, in der die Kinder auch zu Hause sind“. Überdies müssten die jeweiligen Schulklassen, wenn Tablet-Computer vorhanden wären, für Internet-Recherchen nicht extra in den Computerraum gehen.

30000 Euro werde man "mit Sicherheit" brauchen

Benötigt werden nach Auskunft von Schorling ferner zwei Computerarbeitsplätze (inklusive Drucker) für Lehrer, an denen diese unter anderem die Schulzeugnisse schreiben können. Bislang ist es ihren Angaben nach nämlich so, dass die Lehrer die Zeugnisse unter Verwendung eines verschlüsselten USB-Sticks zu Hause an ihren Privat-PCs schreiben; „Teacher‘s Little Helper to go“ (auf deutsch: „Lehrers kleiner Helfer zum Mitnehmen“) heißt das dabei zum Einsatz kommende Zeugnisprogramm.

Auf der Wunschliste steht nicht zuletzt ein Laptop für Konferenzen, der nach Meinung der Schulleitung eine sinnvolle Unterstützung hinsichtlich der administrativen Tätigkeiten wäre.

Was das Ganze kosten wird? Den in dem Digitalpakt genannten „Sockelbetrag“ in Höhe von 30000 Euro werde man „mit Sicherheit“ brauchen, schätzt die kommissarische Schulleiterin. Beantragt werden müsse das Fördergeld allerdings von der Samtgemeinde Eilsen als Trägerin der Grundschule Heeßen.

Nach Angaben von Schorling ist der Samtgemeindeverwaltung der ermittelte Investitionsbedarf in Form des Konzeptpapiers bereits vor den Sommerferien mitgeteilt worden. Ein Vertreter des Schulträgers sei auch bei den Beratungen dabei gewesen.