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Luhden Feuerwehr Luhden: Fliesen und Spinde statt Fertiggarage
Schaumburg Eilsen Luhden Feuerwehr Luhden: Fliesen und Spinde statt Fertiggarage
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12:03 13.09.2019
Die alten Garderoben ermöglichen nach Angaben des Luhdener Ortsbrandmeisters Thomas Hahne (vorne rechts) keine saubere Trennung zwischen Straßen- und Einsatzkleidung der Feuerwehrleute. Da eine geplante Garage nicht mehr benötigt wird, soll das freigewordene Geld in solche Maßnahmen fließen. Quelle: wk
Luhden

In besagte Garage sollte ein für die Beseitigung von Ölschäden ausgestatteter Anhänger Platz finden, der bislang im Gerätehaus untergestellt ist. Der so gewonnene Platz im Gerätehaus wiederum sollte zu einem Umkleideraum umgestaltet werden. In den diesjährigen Haushalt der Samtgemeinde Eilsen sind für die Anschaffung und Aufstellung der Garage bereits 10.000 Euro an Investitionskosten eingeplant worden. Wie bei der jetzigen Zusammenkunft des Bau- und Umweltausschusses sowie des Feuerschutzausschusses zu erfahren war, wird die zusätzliche Unterstellmöglichkeit nun jedoch nicht mehr benötigt.

Dazu erklärte Ortsbrandmeister Thomas Hahne, der ohnehin kaum eingesetzte Spezialanhänger müsse aufgrund eines neuen Konzeptes der Kreisfeuerwehr zur Ölschadensbekämpfung nicht mehr in Luhden bereitstehen. Daher werde man diesen an den Landkreis Schaumburg zurückgeben.

Eingespartes Geld soll Feuerwehr an anderen Stellen helfen

Das durch den Wegfall der Fertiggarage eingesparte Geld soll nach den Vorstellungen der Ortsfeuerwehr indes für ein anderes Vorhaben verwendet werden. So möchten die Brandschützer Hahne zufolge, dass der Boden der Fahrzeughalle des Gerätehauses mit einem rutschhemmenden Fliesenbelag versehen wird, da die derzeitige Beschichtung bei Nässe rutschig ist. Zudem sollen die Wände halbhoch verfliest werden. Die Ortsfeuerwehr würde die entsprechenden handwerklichen Arbeiten in Eigenleistung ausführen, sodass hinsichtlich der Verfliesungen lediglich Materialkosten anfielen.

Darüber hinaus möchte die Luhdener Ortsfeuerwehr laut Hahne 30 Spinde haben, in denen die aktuell 28 aktiven Feuerwehrleute ihre Straßenkleidung während der Dienste und Einsätze aufbewahren können. Bislang gibt es dort nach Darstellung des Ortsbrandmeisters nämlich keine solchen Spinde, die eine saubere Trennung zwischen den privaten Kleidungsstücken und der Einsatzkleidung ermöglichen.

Bürgermeister lobt Kameraden

Die Materialkosten für die Verfliesung der Fahrzeughalle und die Anschaffungskosten der Spinde bezifferte Bernd Schönemann, der Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen, auf insgesamt knapp 10.000 Euro – also von der Höhe her auf quasi jenen Betrag, der für die nun nicht mehr benötigte Fertiggarage vorgesehen war. Nach Angaben des Verwaltungschefs darf der im Finanzhaushalt für die Fertiggarage eingeplante Betrag aus buchhalterischen Gründen allerdings nicht zweckentfremdet werden. Deshalb müssen für die Verfliesung und die Spinde „überplanmäßige Mittel“ in den Ergebnishaushalt der Samtgemeinde eingestellt werden, während die nicht mehr benötigte Position im Finanzhaushalt einfach stehen bleibt.

Lobende Worte fand Schönemann in diesem Kontext für die Zusage der Ortsfeuerwehr Luhden, die handwerklichen Arbeiten in Eigenleistung auszuführen.

Die beiden Ausschüsse stimmten dem geänderten Vorhaben geschlossen zu. Als Nächstes wird sich der Rat der Samtgemeinde Eilsen, der in dieser Angelegenheit das letzte Wort hat, mit dem Thema befassen. Von Michael Werk

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