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Luhden Kein Nachfolger für Steakhaus Freesisch Och’s in Luhden
Schaumburg Eilsen Luhden Kein Nachfolger für Steakhaus Freesisch Och’s in Luhden
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16:36 19.12.2018
Der „Captain’s table“ – ein runder Tisch für sieben Personen – war der begehrteste Platz, erzählen Dieter und Ljubica Kleen.
Der „Captain’s table“ – ein runder Tisch für sieben Personen – war der begehrteste Platz, erzählen Dieter und Ljubica Kleen.  Quelle: wk
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LUHDEN

Lange schon hatte Dieter Kleen, der Pächter des Hauses, angekündigt, dass er und seine Ehefrau nicht erst im hohen Alter in den Ruhestand wechseln möchten. Seit drei Jahren hatte er daher nach einem Nachfolger gesucht – bundesweit, wie der 67-Jährige verrät. Aber ohne Erfolg. Zwar habe es 30 bis 40 Interessenten gegeben, doch sei letztlich kein geeigneter Kandidat darunter gewesen. Mal habe die fachliche Kompetenz gefehlt, ein Restaurant mit angeschlossenem Hotelbetrieb (acht Zimmer) zu führen, mal das notwendige Kapital – mitunter auch beides. Viele der Interessenten hätten zudem „Angst gehabt, am Wochenende zu arbeiten“.

Betrieb eingestellt

Dieter Kleen bedauert das. Gern hätte er es gesehen, wenn der „bis zuletzt sehr gut gelaufene“ Hotel- und Gastronomiebetrieb fortgeführt worden wäre. Wenn ein Nachfolger das bewährte Konzept hätte beibehalten wollen, wäre Kleen nach eigenen Angaben auch bereit gewesen, diesen einzuarbeiten und ein paar Geheimnisse seines Erfolgs zu verraten. Stattdessen ist der Betrieb nun seit Mitte Dezember eingestellt.

„Ich bin in der Gastronomie geboren“, berichtet Kleen in Anspielung auf seinen Großvater, der im Jahr 1921 einen Gastronomiebetrieb eröffnet hatte. Er selbst, gelernter Koch, machte sich im Jahr 1981 mit einer Kneipe in Stade beruflich selbstständig. 1988 kam Ehefrau Ljubica dazu.

Zusammen zogen sie in die hiesige Region um. Zunächst bewirtschafteten sie in Münchehagen ein Lokal namens „Erlengrund“. Dann betrieben sie zwölf Jahre lang das „Brauhaus“ in Bückeburg, danach das „Hotel am Kurpark“ in Bad Eilsen und schließlich – von 2009 an – das „Steakhaus Freesisch Och’s“ in Luhden.

Für Steak-Liebhaber

Letzteres habe Steak-Liebhaber aus einem Umkreis von bis zu 30 Kilometern angezogen, resümiert Kleen stolz. Einige seiner Stammgäste seien sogar in Polen beheimatet. Die vier Männer hätten zweimal pro Jahr in Düsseldorf zu tun gehabt. Auf der Durchreise machten sie Station in Luhden, um im „Steakhaus Freesisch Och’s“ zu speisen und in dem angeschlossenen Hotel zu übernachten. Die Bestellung der vier sei stets gleich gewesen: Erstmal für jeden einen Wodka zum Auftakt, dann pro Person ein 600-Gramm-Steak nebst Beilagen als Hauptgericht und als „Nachtisch“ noch für jeden ein 300 Gramm schweres Filetsteak hinterher. Von Michael Werk