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Luhden Sorgen um die Zukunft
Schaumburg Eilsen Luhden Sorgen um die Zukunft
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20:41 26.06.2018
In der Mitte der Vorsitzende Friedrich Winkelhake mit Dieter Gutzeit (r.) und Günther Bergmann.
In der Mitte der Vorsitzende Friedrich Winkelhake mit Dieter Gutzeit (rechts) und Günther Bergmann. Quelle: sig
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Luhden

Die Befürchtungen sind durchaus berechtigt. Der Grund liegt in dem hohen Altersdurchschnitt des Führungspersonals. Natürlich möchte man sicherstellen, dass die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann, auch wenn der Vorsitzende Friedrich Winkelhake und sein Stellvertreter Dieter Gutzeit eines Tages nicht mehr weiterarbeiten können. Es ist unbestritten ein herausragendes Konzept, das zur Gründung des Vereins führte.

Der HKV hat das kulturelle Leben in der Samtgemeinde spürbar bereichert und darüber hinaus große Verdienste um die Aufarbeitung und Bewahrung der Heimatgeschichte erworben. Davon erzählen allein schon die 16 Publikationen, die von ihm herausgegeben wurden. Sie befassen sich überwiegend mit heimatkundlichen Themen. 13-mal war Friedrich Winkelhake der Verfasser und dreimal Ralf-Markus Lehmann aus Buchholz. Plattdeutsche Abende, Vorträge und Ausstellungen sowie das „Literarische Kabinett“ gehören zum festen Angebot des Vereins.

Nicht in der Versenkung verschwinden

Das alles soll nicht in der Versenkung verschwinden, wenn das derzeitige Führungsduo ausfällt. Diese Problematik war eines der Kernthemen bei der Jahresversammlung im Gasthaus Thies in Luhden. Diese beiden mit ihrem Wissen, ihrem Engagement und ihren Fertigkeiten zu ersetzen, scheint gegenwärtig nicht möglich zu sein. Der Vorsitzende schlug deshalb vor, Kontakt mit der evangelischen Kirchengemeinde aufzunehmen, um zu klären, ob die Heimat- und Kulturarbeit vielleicht im Rahmen eines Arbeitskreises der Kirche fortgeführt werden kann.

Dietmar Everding sagte zu, diese Idee dem Kirchenvorstand vorzutragen. Auch die weiteren Teilnehmer der Versammlung sahen das als eine sinnvolle Lösung an.

Der HKV möchte seinen Mitgliedern und anderen Heimatfreunden sowie den Besuchern des „Literarischen Kabinetts“ wieder neue interessante Angebote machen. Dazu zählt unter anderem eine Fahrt nach Hamburg, Wedel und Pinneberg, um auch dort nach Spuren des Schaumburger Grafengeschlechts zu suchen.

Christel Bergmann, Bürgermeisterin von Bad Eilsen, dankte dem HKV für seine Arbeit und hofft auf eine erfolgreiche Fortsetzung. sig