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Samtgemeinde Eilsen „Gut bei der Sache weggekommen“
Schaumburg Eilsen Samtgemeinde Eilsen „Gut bei der Sache weggekommen“
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21:12 20.02.2014
Der Eilsener Samtgemeindebürgermeister Bern Schönemann zieht ein positives Fazit zum „Leader“-Förderprogramm der EU.
Der Eilsener Samtgemeindebürgermeister Bern Schönemann zieht ein positives Fazit zum „Leader“-Förderprogramm der EU. Quelle: wk
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Eilsen

Tourismusfachleute und lokale Akteure hätten gemeinsam einen Handlungsleitfaden entwickelt, um die Kommune trotz lokaler Auswirkungen der Gesundheitsreform zukunftsfähig zu machen. „Zahlreiche Impulse“ seien seitdem auf den Masterplan zurückgegangen, der auch noch heute als „Richtschnur“ gelte.

 Konkret werden in der Broschüre die Sanierung der Tuffsteinquelle, die Ausweisung von Wanderwegen im Harrl und die Anlage eines Wohnmobilstellplatzes als „Leader“-Projekte genannt. Für die Sanierung des Kurtheaters nebst Kursaales „als Herzstück eines modernen Kurortes Bad Eilsen“ habe man – auch dank „Leader“ – zudem „immense Mittel der Städtebauförderung“ gewinnen können.

 Schönemann räumt ein: „Ich war skeptisch“

 Entsprechend positiv fällt die Bilanz von Bernd Schönemann aus, die er aus Sicht der von ihm geführten Samtgemeinde Eilsen bei dem vom Landkreis ausgerichteten „Leader-Forum Schaumburger Land“ in Stadthagen gezogen hat: „Wir sind wirklich gut bei der ganzen Sache weggekommen, das muss man einfach sagen“, berichtete er. Denn die Samtgemeinde Eilsen und insbesondere Bad Eilsen habe vom „Leader“-Förderprogramm doch sehr profitiert.

 Dabei räumte er ein, dass er selbst seinerzeit „schon sehr skeptisch“ gewesen sei, als man gemeinsam begonnen habe, sich mit dem Thema zu befassen. Es habe damals nämlich sehr viele offenen Fragen und zu klärende Begrifflichkeiten gegeben, „die auf einen einstürzten“. Zudem habe anfangs „alles sehr abstrakt und konzeptlastig“ gewirkt, wobei es bei näherer Beschäftigung mit der Materie dann aber auch „sehr schnell sehr konkret“ geworden sei. Letzteres auch deshalb, da alle zehn beteiligten Schaumburger Kommunen in puncto „Leader“-Förderprogramm „an einem Strang“ gezogen haben.

 Unbürokratisch festgelegte Beträge

 Exemplarisch hob Schönemann die gute Kooperation mit der Stadt Bückeburg hervor, die sich sehr entgegenkommend gezeigt habe, als es etwa um die Finanzierung der Wasserversorgung für den Idaturm gegangen sei. Ganz „unbürokratisch“ seien die anteiligen Beträge anhand der Anzahl der in Bad Eilsen respektive Bückeburg lebenden Einwohner festgelegt worden.

 Über die „Leader“-Projekte hinaus habe der Kurort sogar „noch das große Glück gehabt“, aus einem anderen – mit „Kleinere Städte und Kommunen“ überschriebenen – Förderprogramm „ziemlich viel Geld“ für die Restaurierung und Instandhaltung des Kursaales nebst Kurtheater zu bekommen, und zwar 2,376 Millionen Euro: „Da haben wir uns schon sehr gefreut“, so Schönemann. Und das vor dem Hintergrund, dass in diesem separaten Fördertopf seinerzeit insgesamt 6,08 Millionen Euro zur Verfügung gestanden haben und man als kleine Samtgemeinde einen so großen Anteil erhalten habe.

 Zum Vergleich: Nach Informationen des Landkreises sind von 2007 bis 2013 rund zwei Millionen Euro an Fördermitteln aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ in die im Schaumburger Land umgesetzten regionalen „Leader“-Projekte geflossen. wk