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Samtgemeinde Eilsen Palais im Park wird 45,4 Prozent teurer
Schaumburg Eilsen Samtgemeinde Eilsen Palais im Park wird 45,4 Prozent teurer
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18:45 25.02.2014
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Von Thomas Meinecke Eilsen

„Jeder weiß, was wir uns vorgenommen haben“, sprach Schönemann das anstehende Großprojekt „Palais im Park“ (PiP) an. Dieses Vorhaben sorgt dafür, dass für Investitionen in andere Bereiche in diesem Jahr nicht allzu viel Geld ausgegeben werden kann. Hatte die Samtgemeinde im Vorjahr noch knapp 713 000 Euro investiert – übrigens rund 200 000 Euro mehr, als zunächst geplant waren – so stehen 2014 nur noch rund 183 000 Euro für die üblichen Investitionen zur Verfügung.

 Der größte Teil dieses Geldes soll für Kanalbaumaßnahmen (50 000 Euro), für Außentreppen an der Grundschule Heeßen (30 000 Euro) und für ein neues Fahrzeug für den Bauhof (30 000 Euro) ausgegeben werden. Weitere Positionen: Wasserversorgung Idaturm (15 000 Euro), Digitalfunkgeräte Feuerwehr (15000 Euro), Schneeräumschilder (12 000 Euro) sowie kleinere Beträge für die Kreisschulbaukasse, für EDV-Lizenzen und für eine Pumpe für die Feuerwehr in Luhden.

 Den Löwenanteil ihrerInvestitionen wird die Samtgemeinde im laufenden Geschäftsjahr jedoch in den Umbau des von ihr erworbenen Gebäudeensembles aus Kursaal und Kurtheater stecken. Der ursprünglich in Rede stehende Kostenrahmen von rund 3,5 Millionen Euro wird nicht eingehalten werden können; er soll neuesten Kalkulationen zufolge die Fünf-Millionen-Marke um knapp 100000 Euro überspringen. Zwar wird das Gros der Kosten aus Zuschüssen des Landes, des Bundes und der EU gedeckt, dennoch steigt der Eigenanteil, den die Samtgemeinde aufbringen muss, um 445 000 Euro auf jetzt 1,6 Millionen Euro an.

 „Wir haben beim Land einen zusätzlichen Antrag auf Erhöhung der Fördermittel gestellt“, sagt Edler im Ausschuss. Darauf habe sie bislang noch keine Antwort, so die Kämmerin. Wie sie erläuterte, hat dieses vor allem mit der späten Regierungsbildung auf Bundesebene und der daraus resultierenden, bislang nicht vorliegenden Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Land zu tun. Gleichwohl habe das für die Förderung der Maßnahme zuständige Landesministerium den Bruttokostenrahmen bereits erhöht, sodass die Samtgemeinde innerhalb dieser Grenze Aufträge erteilen könne.

 Das PiP-Projekt spiegelt sich beim Blick auf die Entwicklung der Schuldenlast der Samtgemeinde wieder: Von 778 000 Euro zu Jahresbeginn wird der Schuldenstand am Jahresende bei rund 2,5 Millionen Euro liegen – und damit 380 Euro pro Einwohner betragen.