Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis 16.000 Euro Prämien für Schüler und Sportler, die Energie sparen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis 16.000 Euro Prämien für Schüler und Sportler, die Energie sparen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 30.06.2019
Energie sparen und Prämie einsacken: Bis zu 16.000 Euro gibt es für die kreiseigenen Sportstätten. Quelle: dpa
Anzeige
Landkreis

Für die teilnehmenden Schulen und Vereine wird es ein Aktivitätsprämiensystem geben, das mit insgesamt 16.000 Euro dotiert ist. „Die Schüler und Sportler erfahren in diesem Projekt, wie sie selbst einen nachhaltigen Beitrag zur Verminderung der Umweltbelastungen sowie der Treibhausgasemissionen in ,ihrer‘ Sportstätte leisten können“, erläuterte Burkhard Wolters von der Klimaschutz-Leitstelle des Landkreises im Bauausschuss des Kreistags.

Das Projekt ist die Fortsetzung des Vorgängers „Klimaschutz macht Schule“, das von 2015 bis 2018 durchgeführt wurde. Dabei war es um Energieeinsparungen in Schulgebäuden gegangen. Daran hatten 27 Schulen, an denen mehr als 13.000 Schüler unterrichtet werden, teilgenommen. Im Verlaufe des Projektes waren an den beteiligten Schulen nach Angaben von Wolters insgesamt rund 700 Aktionen durchgeführt worden.

Anzeige

Wie Wolters berichtete, ist durch das zu erzielende veränderte Verhalten mittelfristig mit Einsparungen von fünf Prozent der Energiekosten zu rechnen. „Das ist eine realistische Größe“, versicherte Kreisbaudezernent Fritz Klebe. Dies entspreche einer Einsparung von 16.000 Euro pro Jahr.

Anzahl der Punkte entscheidet über Rangfolge

Genau dieser Betrag soll an Prämien an besonders engagierte Schulen und Vereine ausgeschüttet werden. Die ersten Preise sind – für Schulen und Vereine getrennt – mit jeweils 1000 Euro ausgestattet.

Die teilnehmenden Einrichtungen müssen Aktivitätsberichte vorlegen. „Die Anzahl der erreichten Punkte, die über die durchgeführten Projekt-Aktivitäten erlangt werden, ergeben eine Rangfolge und legen damit die Höhe der zu erreichenden Prämie fest“, erklärte Wolters.

Über die Prämien hinaus soll jede teilnehmende Schule noch 400 Euro als „Klimaschutz-Sockelbetrag“ erhalten, so Wolters weiter. Dazu muss sie eine Reihe von Bedingungen erfüllen, etwa einen Klimaschutzbeauftragten benennen, ein Klimaschutz-Team aus Schülern, Lehrern und Hausmeister bilden, projektrelevante Aktivitäten durchführen und den Aktivitätsbericht ausfüllen.

Es handele sich um ein „gutes Projekt zur Bewusstseinsbildung gerade mit Blick auf die jungen Leute, die unsere Zukunft gestalten“, merkte Ralph Tegtmeier (SPD) an. „Toll, dass auch Vereine mit einbezogen werden“, fand Werner Bövers (CDU).

Städte und Gemeinden sollen mitmachen

Tegtmeier schlug vor, dass auch Städte und Gemeinden aufgefordert werden sollten, bei dem Projekt mit Blick auf deren eigene Sportstätten mitzumachen. Das könne in einer zweiten Stufe, wenn das Projekt gut angelaufen sei, gemacht werden, antwortete Klebe.

Das sei beim Vorgängerprojekt „Klimaschutz macht Schule“ so passiert, „und das mit gutem Erfolg“, wie Klebe berichtete. Die entsprechenden Prämien müssten allerdings von den Kommunen selber gezahlt werden, fügte der Kreisbaudezernent hinzu. von Stefan Rothe