Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis 30 Staatenlose leben in Schaumburg
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis 30 Staatenlose leben in Schaumburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 24.07.2018
Anzeige
Landkreis

Diese Menschen dürfen nicht abgeschoben werden. Den nur leichten Anstieg im Vergleich zu 2014 kann Kreissprecher Klaus Heimann erklären: Alle Migranten, die erst einmal eine Staatsangehörigkeit angeben, fallen aus der Liste der Staatenlosen. Auch die, bei denen die Angaben angezweifelt werden, werden umgehend zur Gruppe der unklaren Fälle zugeordnet. Die aktuelle Zahl dieser Gruppe beträgt 187.

Zum Vergleich: Ende 2017 zählte Schaumburg 28 Staatenlose und 182 unklare Fälle; 2016 waren es 25 Staatenlose sowie 172 Menschen mit ungeklärter Herkunft.

Zeitaufwendige Ermittlungen

Viele Personen hätten bei der Einreise keine Papiere bei sich. Das mache es dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auch so schwer. Die Ausländerbehörde des Landkreises könne nur die ersten Daten aufnehmen. Die Recherche, inwieweit die Angaben auch korrekt sind, muss nach Angaben Heimanns das BAMF machen. Die Ermittlungen seien sehr zeitaufwendig. Die Profis klopfen die gemachten Angaben der Asylbewerber ab. Stimmen die Angaben zum genannten Heimatort? Beherrscht die Person die Landessprache?

Generell geht Heimann davon aus, dass das Gros die richtigen Angaben macht. Denn nur im Fall eines Schutzstatus können die Flüchtlinge vom Jobcenter betreut werden und vor Ort Fuß fassen, sich innerhalb des Landes frei bewegen. Der Rest wird nach dem Asylbewerberleistungsgesetz betreut, also durch das Sozialamt.

3600 Flüchtlinge leben im Landkreis

Nach Angaben Heimanns leben derzeit etwa 3600 Flüchtlinge im Landkreis. 2200 werden vom Jobcenter betreut, haben also Schutzstatus. Von 1400 Personen wird derzeit der Antrag auf Asyl geprüft. Der größte Teil von ihnen stammt von der Elfenbeinküste (159), aus Afghanistan (158), Syrien (116), Irak (114), aus dem Sudan (80), dem Kosovo (77) sowie der Russischen Föderation (75).

Die größte Gruppe der Personen mit Schutzstatus machen die Syrer aus (1200), dann kommen Iraker (500), Afghanen (230), Eriträer (42), Iraner (38), Somalier (31) sowie Sudanesen (26). vin