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Aus dem Landkreis Amtlich: Klinikum-Geschäftsführer Rogge geht
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Amtlich: Klinikum-Geschäftsführer Rogge geht
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22:07 21.09.2018
Für den Agaplesion-Vorstand kam der Wechsel von Geschäftsführer Achim Rogge überraschend.
Für den Agaplesion-Vorstand kam der Wechsel von Geschäftsführer Achim Rogge überraschend. Quelle: Archiv
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Landkreis

Der 53-Jährige wechselt Anfang 2019 an die Spitze des Heidekreis-Klinikums – und damit deutlich näher an seinen Heimatort Buxtehude. In Vehlen führt Diana Fortmann die Geschäfte vorerst allein weiter. Ob Rogges Stelle nachbesetzt wird, ist derzeit noch unklar. Die Entscheidung darüber solle gemeinschaftlich mit den Mitgesellschaftern – der Stiftung Bethel und dem Landkreis Schaumburg – getroffen werden, teilte eine Sprecherin des Mutterkonzerns Agaplesion gestern mit.

Und zwar in aller Ruhe, wie Agaplesion-Vorstand Jörg Marx auf Nachfrage deutlich machte. Er bedauert Rogges Kündigung ausdrücklich. „Wir hätten ihn gern behalten.“
Marx wies damit indirekt Spekulationen zurück, wonach Rogge mit seinem Wechsel ans Heidekreis-Klinikum einer möglichen Ablösung in Schaumburg zuvorgekommen sein könnte. Offenbar ist das Gegenteil der Fall: Nach Informationen unserer Zeitung war sein Vertrag gerade erst um weitere fünf Jahre verlängert worden.

Überraschender Abgang für Agaplesion

Für den Agaplesion-Vorstand kommt der Abgang deshalb auch überraschend. Rogge hat offenbar private Gründe für den Schritt, die durchaus nachvollziehbar sind: Er lebt mit seiner Familie in Buxtehude, pendelt bereits seit Jahren an den Wochenenden. Und das auch schon vor seiner Schaumburger Zeit. Die künftigen Arbeitsstätten Walsrode beziehungsweise Soltau liegen deutlich dichter an seinem Heimatort.

Rogge wurde 2014 als Geschäftsführer in Schaumburg eingestellt. Gemeinsam mit Diana Fortmann und Bettina Geißler-Nielsen schulterte er erfolgreich den Neubau des Gesamtklinikums Schaumburg mit 437 Betten und 14 Fachabteilungen – auch wenn dort ein Dreivierteljahr nach der Inbetriebnahme längst noch nicht alles rund läuft und das Defizit aktuell deutlich höher ausfällt als erhofft.
Von seiner Erfahrung wollen die Gesellschafter des kommunalen Heidekreis-Klinikums profitieren. Sie sind dem Vernehmen nach vor einigen Wochen mit einem Angebot auf Rogge zugegangen, weil in der Branche die Zahl von Klinikmanagern, die mehrere Krankenhaus-Standorte zusammengeführt haben, sehr überschaubar ist. jak/mf