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Aus dem Landkreis Arzt übersieht Glassplitter in der Stirn
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Arzt übersieht Glassplitter in der Stirn
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15:02 15.07.2019
Symbolbild Quelle: Archiv
Vehlen

Der Mitarbeiter eines Gartenbaubetriebes flog dabei durch die Frontscheibe eines Dienstfahrzeugs und bekam Batteriesäure ins Gesicht. Der Unfall ereignete sich in Hessisch Oldendorf. Zwei Kollegen wurden jeweils ins Hamelner Sana-Klinikum beziehungsweise die hannoversche MHH gebracht. Den Betroffenen transportiere der Krankenwagen nach Vehlen, wo er einige Tage zur Behandlung blieb.

Stechen in der Stirn

Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus plagte den 30-Jährigen ein Stechen in der Stirn. Von dem Hinweis alarmiert besah sich der zuständige Durchgangsarzt in Hessisch Oldendorf noch einmal die vernarbte Stelle und zog mit einer Pinzette zwei Glassplitter aus der Haut, die im Vehlener Klinikum übersehen worden waren. Das Unfallopfer wandte sich an einen Obernkirchener Rechtsanwalt, der ein Schmerzensgeld von 3000 Euro erwirkte. Gezahlt hat die Allianz.

Wegen der Verätzung übersehen

„Die Glassplitterverletzung am Übergang zum behaarten Kopf war wegen der schweren Säureverletzung für die Untersuchung erschwert zugänglich“, sagt die Schaumburger Klinikumssprecherin Jana Schwarz. Wegen der Verätzung sei der Splitter bei der Erstuntersuchung übersehen worden. „Wir bedauern den Vorfall.“ Allerdings gehe man in Vehlen davon aus, „dass die Säureverletzung der Hauptgrund für die Narbenbildung war, nicht der vergessene Glassplitter“. jcp