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Aus dem Landkreis Bürgerstiftung Schaumburg: 100.000-Euro-Marke soll überschritten werden
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Bürgerstiftung Schaumburg: 100.000-Euro-Marke soll überschritten werden
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00:17 18.05.2013

Landkreis. Insgesamt vier Dutzend Projekte sind in diesem Zeitraum mit 97 000 Euro unterstütz worden. Zu den 2012 geförderten Einrichtungen gehören nicht nur zahlreiche Grundschulen, der Kinderschutzbund Rinteln, diverse Sportvereine und Kirchengemeinden, auch die Stadtjugendpflege Stadthagen, das Museum Eulenburg in Rinteln und die Caritas Schaumburg sind finanziell unterstützt worden. Die Bürgerstiftung beteiligte sich dabei größtenteils an Förderprojekten und Beratungsangeboten, doch auch Anschaffungen wie der Kauf von T-Shirts für die Grundschule Exten-Krankenhagen und eine Weltbaum-Skulptur für das „Haus der Weltreligionen“ sind gefördert worden.

In Sachen Stiftungskapital können der Vorstand und der Beirat auf ein erfolgreiches Jahr verweisen. So ist die Zahl der Stifter dem Jahresbericht zufolge 2012 auf 144 gestiegen. „Mir liegen weitere Zusagen von potenziellen Stiftern vor“, sagt Rolf Watermann, Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung. Bis zum Jahresende 2013 rechne er mit 150 Stiftern. Bei den Spenden kann Watermann ebenfalls auf eine positive Entwicklung verweisen. So sei es in den zurückliegenden Jahren gelungen, „Spenden über nennenswerte Beiträge“ einzuwerben.

Das Kapital einschließlich der drei Treuhandstiftungen beläuft sich dem Jahresbericht 2012 zufolge auf mehr als 2,9 Millionen Euro. Allein die Bürgerstiftung verfügt durch Zustiftungen aus dem Jahr 2012 in Höhe von 9000 Euro mittlerweile über 470 000 Euro, wobei eine spezielle Rücklage von mehr als 7000 Euro gebildet worden ist.

Watermann rechnet damit, dass im laufenden Jahr die 100 000-Euro-Marke bei der finanziellen Unterstützung überschritten wird. Da die Stiftung die Aufwendungen nur aus den Erträgen und nicht aus dem Kapital nehmen darf, mahnt Watermann allerdings zur Zurückhaltung. „Im Moment sind wir gut dabei. Wir haben noch Coupons mit guten Zinsen bis 2014“, so der ehemalige Sparkassen-Vorstand. „Wenn die Zinsen dann allerdings so gering sind wie jetzt, dann können wir in Zukunft auch weniger ausgeben“, betont Watermann.

Als langfristige Projekte für das Jahr 2013 will die Bürgerstiftung unter anderem das Projekt „Leselust Schaumburg“ unter der Leitung von Klaus Suchland und Janine Marquardt fortsetzen. Der Förderwettbewerb „Wählen geh’n“ der Bürgerstiftung wendet sich indes vor dem Hintergrund der Bundestagswahl an die Schüler der gymnasialen Oberstufe im Landkreis.

Auch für den Zeitraum über 2014 hinaus sieht der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung noch viel Arbeit für sich und seine Kollegen. „Der Bedarf wird nachhaltig wachsen“, hebt er hervor.

Hilfe von Bürgern für Bürger

Gegründet worden ist die Bürgerstiftung Schaumburg am 29. November 2004 als „Initiative von Bürgern für Bürger“, wie es auf der Homepage der Einrichtung heißt. Als Ziel haben die Gründer ausgegeben, die Landschaft, Bauwerke und Kultur Schaumburgs zu bewahren und weiterzuentwickeln. Zudem haben sie die Initiatoren auf die Fahne geschrieben, dort tätig zu werden, „wo Staat, Kommunen und Vereinigungen nicht in der Lage sind, sich gesellschaftlicher Probleme anzunehmen“. Das auf vielen Schultern getragene bürgerliche Engagement soll so helfen, Probleme vor Ort zu lösen.
- Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.buergerstiftung-schaumburg.de.
- Erreichbar ist die Bürgerstiftung am Schlossplatz in Bückeburg sowie unter der E-Mail-Adresse info@buergerstiftung-schaumburg.de und telefonisch unter ( 0 57 22) 8 90 70 63.

Helfer gesucht

Das Vermögen der Bürgerstiftung Schaumburg umfasst 470 000 Euro. Zusammen mit den drei Treuhandstiftungen verfügt die Bürgerstiftung über mehr als 2,9 Millionen Euro. Doch für Rolf Watermann, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, ist dies noch lange kein Grund, mit der Suche nach Unterstützung aufzuhören. „Wir sind froh über jeden, der die Idee mitträgt und als Multiplikator andere überzeugt.“ So können Unterstützer darüber entscheiden, ob das gespendete Geld als Spende oder für das Stiftungskapital genutzt werden soll.