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Aus dem Landkreis Busch-Preis für Isabel Kreitz
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Busch-Preis für Isabel Kreitz
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10:41 20.03.2019
Mitunter greift Isabel Kreitz brisante Themen auf - und wird dafür jetzt ausgezeichnet.
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Landkreis

Der Wilhelm-Busch-Preis wird alle zwei Jahre von der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten verliehen.

Wilhelm Busch gilt als Wegbereiter des modernen Comics. Jahrzehntelang lebte und arbeitete er in seinem Geburtsort Wiedensahl in Niedersachsen. Der Busch-Preis würdigt im deutschsprachigen Raum Autorinnen und Autoren, die sich in ihrer Arbeit der künstlerischen Qualität und Tradition Wilhelm Buschs verbunden und verpflichtet fühlen. Hierbei sind nicht nur deren Fähigkeiten als satirische Erzähler gefragt, sondern vor allem auch eine ästhetisch-hochwertige Zeichenkunst. Bisherige Preisträger waren Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Vicco von Bülow (Loriot), Ernst Kahl, Franziska Becker und Hans Traxler. 2017 hat Ralf König ("Der bewegte Mann") die Auszeichnung erhalten.

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Isabel Kreitz zählt mit ihrem vielschichtigen Comicwerk zu den bekanntesten deutschsprachigen Comic-Autorinnen im In- und Ausland. Das spiegeln auch die zahlreichen Auszeichnungen wieder, die sie bisher erhalten hat, wie 1997 den Deutschen Comicpreis (Comic-Festival Hamburg), 2008 und 2012 den Max-und-Moritz-Preis sowie 2008 und 2011 den Sondermann-Preis. Kreitz wurde 1967 in Hamburg geboren und besuchte dort nach dem Abitur 1988 die Fachschule für Gestaltung. 1990 studierte sie an der Parson School in New York. Die Lust am Comiczeichnen verfestigte sie durch einen Comic-Kurs bei Gérald Gorridge in Erlangen (1991). Sie wirkte im Zeichnerteam der „Ottifanten“ mit und veröffentlicht einige Comic-Kurzgeschichten, zum Beispiel „Fenstersturz“ im Magazin Strapazin 31/1993. Der Durchbruch gelang ihr 1993 mit der Teilnahme an der Gemeinschaftsausstellung Comopoly der INC (Hamburger Initiative Comic Kunst).

Kreitz greift brisante Themen in spannend erzählten Geschichten auf, wie etwa das Zusammenspiel von Wirtschaftskriminalität und Terrorismus („Waffenhändler“, 1998). Die Nachkriegszeit, in der sich die Menschen bemühen, wieder in ein „normales“ Leben zu finden, ist Thema des Bildromans „Rohrkrepierer“ (nach Konrad Lorenz, 2015).