Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Da lacht nicht nur die Sonne
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Da lacht nicht nur die Sonne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 29.07.2018
Alle Altersklassen brauchen Abkühlung.
Alle Altersklassen brauchen Abkühlung. Quelle: geb
Anzeige
Landkreis

Erik Rechenberg läuft schon seit Wochen mit einem breiten Grinsen über das Gelände des Bergbads in Bückeburg. Sein Strahlen wird auch in den kommenden Tagen anhalten, denn es bleibt heiß in Schaumburg. Der Betriebsleiter des Freibads freut sich derzeit täglich über den Anblick voller Becken. Bei Temperaturen über 30 Grad ist es kein Wunder, dass die Besucherzahlen in Bückeburg – aber auch in den anderen Freibädern im Landkreis – enorm hoch sind.

„Wir haben in dieser Woche die 3000er Marke überschritten“, freut sich Rechenberg. So viele Menschen an einem Tag vertrage das Bad aber ohne Probleme. Schließlich sei das Gelände großzügig angelegt. Die Marke von 100.000 Besuchern wird das Freibad dieses Jahr auf jeden Fall knacken – und zwar schon recht bald, ist sich der Betriebsleiter sicher. Da werde es für den Jubiläumsbesucher auch eine Überraschung geben. Im Rekordjahr 2003 freute sich das Bad sogar über 200.000 Gäste am Ende der Saison. Trotz der Besuchermassen sei es für die Aufsichtspersonen bisher ein entspannter Sommer: „Bis auf Wespenstiche, Blessuren am Fuß und einen Schwächeanfall war es ruhig“, meint Rechenberg.

Einen großen Andrang verzeichnen auch die Freibäder in Rodenberg und Lauenau. Von täglich mehr als 2.000 Besuchern spricht Fachbereichsleiter Jörg Döpke, der bei der Samtgemeinde Rodenberg für die Freibäder zuständig ist. Auffällig sei besonders in dieser Woche, dass schon viele Frühschwimmer ins Bad kommen, um ein paar Bahnen vor der Arbeit zu ziehen. „Es ist einfach super, dass wir für die Samtgemeinde zwei Bäder haben.

Eins würde derzeit auch nicht ausreichen.“ Für die Aufsichtspersonen sei der Hochbetrieb, der vor allem am Nachmittag herrsche, durchaus anstrengend. „Sie müssen alles im Blick haben, konzentriert sein und tragen eine große Verantwortung“, so Döpke. Von einigen Badegästen sei der Wunsch geäußert worden, dass die Freibäder noch bis spät in den Abend geöffnet haben sollen. Das sei jedoch nicht möglich, weil das Personal an mehreren Tagen in der Woche bereits um 6 Uhr vor Ort sein müsse.

Keine Warteschlangen wegen neuem Kassensystem

Das neue Kassensystem im Weserangerbad Rinteln macht sich laut Günter Brand wegen der großen Zahl an Badegästen schon sehr bezahlt. Als am Dienstag 2500 Besucher ins Bad kamen –bis gestern der Spitzenwert in dieser Saison – seien die Warteschlangen trotzdem sehr überschaubar gewesen. Alle Saisonkarten-Besitzer könnten gleich zum Drehkreuz weitergehen. Das entlaste zusätzlich.

Von einem richtig vollen Becken spricht auch Andreas Baum, Betriebsleiter im Lindhorster Solabali. Ein Limit gebe es jedoch nicht. Wer schwimmen möchte, kommt auch rein. Knapp könnte es höchstens mit Parkplätzen werden. Der Parkplatz am Festplatz werde genutzt, aber auch an den Feldwegen seien zahlreiche abgestellte Autos zu sehen. „Wer später kommt, muss laufen“, sagt Baum. Voll werde es im Lindhoster Bad zwischen 14 und 15 Uhr. Wer mit dem Fahrrad anreisen kann, sei klar im Vorteil, sagt Döpke. Bei 1400 Besuchern an einem Tag werde es im Umkreis der Freibäder in der Samtgemeinde sonst natürlich knapp. Auch in Bückeburg brauche der Badegast Geduld oder müsse eine gewisse Strecke noch zu Fuß zurücklegen, berichtet Rechenberg. Direkt am Freibad sei schnell alles voll.

Zwischen 900 und 1300 Badegäste kommen derzeit ins Freibad Sonnental nach Rolfshagen. Neben den einheimischen Besuchern aus dem Auetal nutzen auch regelmäßig Schwimmer aus dem Lipper Land, Bünde, Bad Oeynhausen und Stadthagen das Bad. „Bei uns geht es familiär und übersichtlich zu“, sagt Freibad-Chefin Andrea Jagata. Man habe alle drei Becken gut im Blick. Ein Erfolg sei das neue Babybecken mit Sonnensegel. 24.000 Badegäste seien bis jetzt gekommen. „Letztes Jahr waren es insgesamt nur 21000“, erklärt Jagata. jemi