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Aus dem Landkreis Feuerwehr sucht Verletzte
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Feuerwehr sucht Verletzte
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18:37 28.04.2019
Die Mitglieder der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord sichern bei ihrer Übung die Wände vom Schacht in Lüdersfeld.  
Die Mitglieder der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord sichern bei ihrer Übung die Wände vom Schacht in Lüdersfeld.   Quelle: pr.
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Nach dem Treffen am Hafen Sachsenhagen erhielt die Einheit den Auftrag, bei einer Schadenslage am Lüdersfelder Schacht zu helfen. Dort kam es bei einem Lagerfeuer zu einer Verpuffung, wodurch mehrere Flächenbrände und ein Waldbrand entstanden sind – so das Einsatzszenario.

Durch die Verpuffung gab es mehrere Verletzte, die gerettet werden mussten. Da es nur eine Zufahrt zum Gelände gibt, die durch den Regen zudem schwer passierbar war, konnten nur geländefähige Fahrzeuge eingesetzt werden.

So mussten die Feuerwehrkräfte benötigtes Material fußläufig zu den verschiedenen Stellen auf dem Gelände bringen. Als ein weiteres Hindernis stellten sich mehrere umgestürzte Bäume da, die erst mithilfe von Motorsägen entfernt werden mussten, teilt eine Sprecherin mit.

Unterdessen suchten Feuerwehrleute systematisch das Gelände ab, um verletzte Personen zu finden. Dabei entdeckten sie einige unter Bäumen begrabene Personen, zwei in einer alten Grube gestürzte Verletzte sowie zwei Mountainbikefahrer, von denen einer etwa sieben Meter tief von der Abraumhalde gestürzt und von einem Baum gehalten wurde. „Dieser wurde mithilfe einer Schleifkorbtrage und zwei Kameraden, die sich zu dem Verletzten abseilten, gerettet“, heißt es vonseiten der Kreisfeuerwehrbereitschaft.

Nach drei Stunden endete der Einsatz

Zusammen mit einem zweiten Verletzten wurden diese den Hang herunter zu dem geländegängigen Gerätewagen des ABC-Zuges gebracht und mit diesem zum Verletztensammelplatz gebracht. In der Zwischenzeit wurden die beiden in die Grube gestürzten Personen durch eine weitere Einheit gerettet. Dazu mussten die Helfer die Schachtwände mit Holzwänden absichern, um ein weiteres Nachrutschen des Erdreiches zu verhindern. Im Anschluss konnten die Feuerwehrleute dank der Schleifkorbtrage auch dieses vermeintliche Opfer retten.

Unterdessen verlegten die Kameraden eine Wasserleitung zur etwa zwei Kilometer entfernten Entnahmestelle, um gegen die Flammen im Wald sowie auf dem Schachtgelände vorzugehen. Das übernahmen die Freiwilligen, die nicht in Sachen Menschenrettung eingesetzt waren, teilt eine Sprecherin mit.
Nach drei Stunden hieß es dann Übungsende.

Nach einer kurzen Besprechung wurden die 140 eingesetzten Feuerwehrkräfte durch den Verpflegungszug mit einem Abendessen beköstigt. Eine detaillierte Nachbesprechung der Übung wird dann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.