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Aus dem Landkreis Feuerwehrbereitschaft probt für den Ernstfall
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Feuerwehrbereitschaft probt für den Ernstfall
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19:08 18.06.2018
Besondere Aufgabe: Hand in Hand arbeiten die Brandschützer, um die verletzte Person unter der Radlader-Schaufel zu befreien.
Besondere Aufgabe: Hand in Hand arbeiten die Brandschützer, um die verletzte Person unter der Radlader-Schaufel zu befreien. Quelle: pr.
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Insgesamt 163 Brandschützer und 40 Fahrzeuge der Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) waren im Einsatz. Die Bilanz von Einsatzleiter Dirk Dehne: Alle Übungsziele wurden erreicht.

Die Kameraden hatten zunächst Gelegenheit, auf der 25 Kilometer langen Strecke von Rinteln nach Quetzen das sichere Fahren im Verband zu üben, teilt Feuerwehrsprecher Sven Geist mit. Die 40 Einsatzfahrzeuge der vier Züge und Sondereinheiten mussten im Konvoi durch mehrere Ortschaften über Bundes- und Landesstraßen gelenkt werden. Dabei sind vor allem die sogenannten Kradmelder – die Feuerwehrleute auf Motorrädern sorgen unter anderem dafür, Straßenkreuzungen zu sperren – sowie das Führungsfahrzeug der KFB gefordert gewesen.

Was sind Kradmelder?

Feuerwehrleute auf dem Motorrad? Ja, das gibt es, und sie haben sogar einen speziellen Namen: Kradmelder. Und eine wichtige Aufgabe: Sie sorgen für die schnelle Nachrichtenübermittlung und Erkundung bei weitläufigen Einsatzstellen, teils in unwegsamem Gelände. Außerdem sorgen sie für die vorsorgliche Sperrung von Straßenkreuzungen.

Auf dem Areal des Lohnunternehmens Schildmeier, das zwei seiner Maschinenhallen für die Großübung zur Verfügung stellte, galt es schließlich, mehrere Vermisste aus den verrauchten Gebäuden zu retten und die Brände zu löschen. Fast im Minutentakt haben die Trupps unter schwerem Atemschutz die Übungspuppen ins Freie gebracht und versorgt. Besondere Aufgabe ist dabei die Rettung eines Verletzten gewesen, der unter einer Radladerschaufel eingeklemmt war.

Auch der 3. Zug Wasserförderung und der 4. Zug Wassertransport haben ihr Können unter Beweis gestellt und das Löschwasser mittels zahlreicher Pumpen aus nahegelegenen Fischteichen und mit Tanklöschfahrzeugen aus dem sechs Kilometer entfernten Rusbend zur Einsatzstelle gebracht. Der Fernmeldezug begleitete die Arbeit der Kameraden unter anderem mit einer Drohne, die nicht nur Luftaufnahmen liefert, sondern auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. r