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Aus dem Landkreis Kneipp im Kita-Alltag
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Kneipp im Kita-Alltag
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18:53 20.05.2010
Die Arbeitstagung des Landkreises bietet auch die Möglichkeit zur Diskussion und zum Gespräch unter Kollegen. Grimpe
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Kreis Schaumburg. „Das Beste, was man gegen die Krankheit zun kann, ist etwas für die Gesundheit zu tun.“ Mit einem Zitat von Sebastian Kneipp leitete Regina Hartmann vom Kneipp-Landesverband Niedersachsen-Bremen ihren Vortrag zum Thema „Das Kneipp-Kita-Konzept konkret“ ein. Gemeinsam mit Gerold Barre erläuterte die Gesundheitserzieherin, wie das Naturheilverfahren Sebastian Kneipps in den Kindergarten-Alltag integriert werden kann. So Ziel sei dabei, den Kindern eine gesunde und verantwortungsbewusste Lebensweise spielerisch zu vermitteln.
Das Kneipp’sche Konzept umfasse als Grundlage einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung die Elemente Bewegung, natürliche Reize und Wasser, gesunde Ernährung, Heilpflanzen sowie Lebensrhythmus und seelisches Wohlbefinden. Kindgerecht umgesetzt werden könne das Wirkprinzip Bewegung zum Beispiel dadurch, den Kindern möglichst viel Raum für natürliche Bewegungsformen an der frischen Luft zu geben. Zur seelischen Gesundheit der Kinder würden feste Rituale, klare Formulierungen und das Setz en klarer Grenzen, aber auch Ermutigung, Lob und Anerkennung beitragen.
Dem Thema „Kinder mit zusätzlichem Föderbedarf“ widmete sich Gisela Schüller vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst im Schaumburger Gesundheitamt. Nach Meinung der Medizinerin bedürfen nicht nur Kinder mit Entwicklungsverzögerungen einer besonderen Förderung, sondern auch Hochbegabte und vor allem Kinder aus bildungsfernen Haushalten. „Kinder, die anregungsarm aufwachsen, werden uns immer mehr beschäftigen“, erklärte Schüller.
Etwa zwei von zehn Kindern in den Kindertagesstätten haben nach Aussage der Kinderärztin erhöhten Förderbedarf. Problematisch sei aber meist die Diagnose einer Entwicklungsverzögerung, da es keinen für alle Kinder gültigen Standardtest gebe. Empfehlenswert aber zu beobachten, ob ein Kind zum Beispiel grundlegende motorische oder sprachliche Fähigkeiten später ausbilden, als der Altersdurchschnitt. „Kinder lernen etwa im Alter von 12 Monaten laufen, wenn ein Kind mit 18 Monaten noch nicht laufen kann, sollte man therapeutisch tätig werden“, erläuterte Schüller. kcg

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