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Aus dem Landkreis Kreis will Energie-Agentur einrichten
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Kreis will Energie-Agentur einrichten
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16:31 25.06.2019
Kreisbaudezernent Fritz Klebe (von rechts) und Andreas Steege vom Fachbüro target überreichen an die Vertreter des Netzwerkes Teilnahme-Urkunden.
Kreisbaudezernent Fritz Klebe (von rechts) und Andreas Steege vom Fachbüro target überreichen an die Vertreter des Netzwerkes Teilnahme-Urkunden. Quelle: ssr
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Landkreis

Derzeit führe die Kreisverwaltung dazu erste Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern, führte Farr aus.

Derzeit gibt es beim Landkreis eine Klimaschutz-Leitstelle. Diese wird aus Bundesmitteln gefördert und muss sich gleichsam von Förderperiode zu Förderperiode hangeln. Im Unterschied dazu wäre die Energie-Agentur eine feste, dauerhafte Einrichtung des Landkreises. Möglicherweise wird diese zusammen mit Partnern eingerichtet und finanziert, beispielsweise mit den Stadtwerken.

Eigentlicher Anlass dieses Treffens des seit genau zwei Jahren bestehenden Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks im Kreishaus war, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. An dem Netzwerk beteiligt sind neben dem Landkreis die Städte Stadthagen, Bückeburg, Rinteln und Obernirchen, die Samtgemeinden Lindhorst, Nenndorf, Nienstädt und Rodenberg sowie die Gemeinde Auetal. Gemanagt wird das Netzwerk vom Büro target (Hannover), die fachliche Beratung kommt von der Klimaschutzagentur Weserbergland (Hameln).

Vorteile sind deutlich geworden

Wie Andreas Steege vom Büro target verdeutlichte, „sind durch den Experten-Input und den Erfahrungsaustausch im Netzwerk für die Kommunen Vorteile deutlich geworden“. Das machte Mareike Failing von der Klimaschutzagentur Weserbergland durch konkrete Beispiele deutlich. So habe das Netzwerk eine Optimierung der Heizungsregeltechnik im Gebäude der Niedernwöhrener Samtgemeindeverwaltung initiiert, durch die mittlerweile 15 Prozent an Energie eingespart werde. Und im Museum Obernkirchen würden durch Aktivitäten des Netzwerkes inzwischen die jährlichen Heizkosten um 1000 Euro reduziert.

Teilnehmer des Netzwerk-Treffens nannten aus ihrem Bereich weitere Beispiele. So berichtete Christopher Sendler von der Samtgemeinde Lindhorst von einem Sanierungsplan, den das Netzwerk für das Frei- und Hallenbad „Solabali“ erarbeitet hat. Durch Investitionen in effektivere Technik sollen dort künftig 45 000 Euro jährlich an Energiekosten eingespart werden. Samtgemeindedirektor Andreas Günther tat kund: „Es war eine gute Entscheidung, am Energieeffizienz-Netzwerk teilzunehmen.“ Serdar Akgün von der Gemeinde Auetal berichtete, dass das Energie-Controlling des Netzwerks für einige kommunale Gebäude dort nennenswerte Einergieeinsparungspotenziale aufgezeigt habe. Namens der Stadt Rinteln erklärte Jürgen Peterson, der Erfahrungsaustausch der Fachleute aus den Kommunen bringe alle Beteiligten in der Sache spürbar weiter.

Frage nach der Zukunft

Das Netzwerk ist ein auf drei Jahre begrenztes Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit insgesamt 200 000 Euro Fördergeld finanziert wird. Angesichts des Auslaufens des Förderzeitraums im März 2020 stelle sich nach den Worten von Steege für die Beteiligten die Frage, ob und wie es danach weitergehen soll. „Wollen die Kommunen alleine zurecht kommen oder sollte es nicht weiter eine Netzwerk-Struktur geben“, laute die Frage. Horst Roch von der Klimaschutz-Leitstelle der Kreisverwaltung deutete an, dies könne eventuell unter der von Farr eingangs angekündigten möglichen künftigen Energie-Agentur des Landkreises zu verwirklichen sein. Von Stefan Rothe