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Aus dem Landkreis Landfrauen wollen junge Generation gewinnen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landfrauen wollen junge Generation gewinnen
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16:52 03.03.2019
Die Landfrauen in Schaumburg wollen ihr Programm verstärkt auf jüngere Frauen ausrichten, ein Impulsworkshop ergab eine Reihe von Anstößen zu dieser Entwicklung. Quelle: bor
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Landkreis

Eine Gruppe geht jetzt daran, erste neue Angebote für das laufende Jahr auszuarbeiten. Aktivitäten wie an der Kletterwand hochkraxeln, beim Bodyfit-Kurs zu Musik Gas zu geben oder sich in einem Workshop in Digitalfotografie und Bildbearbeitung zu üben, wird nicht jeder mit den Landfrauen in Verbindung bringen. Zu Unrecht, denn einige dieser und ähnlicher Angebote sind in Schaumburg längst Teil des Programms, weitere könnten folgen.

Workshop soll sich an jüngere Zielgruppe richten

Um jüngere Frauen in den Blick zu nehmen, setzte der Kreisverband der Landfrauen kürzlich einen Anstoß mit dem Impulsworkshop „Update“, der sich speziell an diese Zielgruppe richtete. Die Kreisvorsitzende Marlies Hasemann und Geschäftsführerin Ulrike Tubbe-Neuberg schildern, welche Wünsche und Ideen die rund 20 Teilnehmerinnen dabei entwickelten. So habe sich etwa ein Interesse an Workshops gezeigt, die handwerkliche Fähigkeiten vermitteln, ebenso an Kreativangeboten, Kursen zu Digitalfotografie und Bildbearbeitung. Auch Aktivitäten mit Kindern, die gemeinsame Erlebnisse ermöglichen, stehen hoch im Kurs.

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Groß sei der Wunsch nach aktiven Angeboten, gerade auch an neueren Sportarten wie Klettern oder Stand-Up-Paddling. Fahrten sollten anders ausgerichtet werden, über den reinen Besuch touristischer Ziele hinausgehen und als Themenfahrten vorbereitet werden. Beispielsweise könnten „Powerfrauen“ besucht werden, die sich in außergewöhnlichen Projekten engagieren.

Klassische Vorträge weniger gefragt

Weniger sei die klassische Vortragsveranstaltung gefragt, sondern eher Workshops, in denen die Teilnehmerinnen das Erlernte gleich erproben können. Seminare, die mehr in die Tiefe gehen, werden ebenso gewünscht wie Projektarbeit. Eine Gruppe von Teilnehmerinnen habe sich gefunden, die sich für die Ausarbeitung solcher Programmpunkte und anderer Formate engagieren wolle. Die ersten drei sollen möglichst noch 2019 angeboten werden.

Bereits das bestehende Programm enthalte eine Reihe von Aktivitäten, die auf der gewünschten Wellenlänge lägen, den Teilnehmerinnen aber kaum bekannt gewesen seien. Hier zeige sich, dass in der Öffentlichkeitsarbeit weitere Anstrengungen unternommen werden müssten, um etwa den Internetauftritt und die Vielfalt der Arbeit insgesamt bekannter zu machen, wie Hasemann und Tubbe-Neuberg festhielten.

2302 Mitglieder im Kreis

Viele hätten nicht vor Augen, dass die Landfrauen mit derzeit 2302 Mitgliedern im Kreis – ein Höchststand über die vergangenen zehn Jahre gesehen – stabil aufgestellt seien und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsportfolio böten.

Die Nutzung von neuen sozialen Medien in der Vorstandsarbeit sei Alltag. Für jüngere Frauen sei das wichtig. „Wir sind da auf der Höhe der Zeit“, sagt Ulrike Tubbe-Neuberg.

Von Bastian Borchers