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Aus dem Landkreis Landkreis verteilt Geld für ÖPNV
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landkreis verteilt Geld für ÖPNV
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00:17 27.11.2018
Mehr als 100.000 Euro fließen allein in den Ausbau der Haltestellen. Quelle: Symbolfoto, dpa
Landkreis

Bei dem Geld handelt es sich um sogenannte Regionalisierungsmittel aus dem Mineralölsteueraufkommen des Bundes, die über das Land an die Landkreise weitergereicht werden.

Mit 124 000 Euro die größte einzelne Zuwendung bekommt die Samtgemeinde Niedernwöhren für den Bau einer Zentrale für den Anrufbus, über die auch das Anrufbussystem der Samtgemeinde Sachsenhagen läuft. Das geplante Gebäude soll getrennte Räumlichkeiten für den Telefondienst, die Küche und den Aufenthaltsraum aufweisen und außerdem über Platz zur Lagerung von Akten und ein behindertengerechtes WC verfügen. Insgesamt kostet das Projekt 343.000 Euro. Davon kommen 150 000 Euro aus Mitteln des EU-Förderprogramms Leader, 68.000 Euro zahlt die Samtgemeinde aus eigenen Mitteln.

Anrufbus: Neue Fahrzeuge für Nienstädt und Niedernwöhren

Die Samtgemeinden Nienstädt und Niedernwöhren bekommen für ihre Anrufbus-Systeme jeweils 60 000 Euro für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs. In beiden Fällen ist die Anschaffung eines zusätzlichen Fahrzeugs mit stark gestiegenen Nutzerzahlen begründet. So war die Fahrgastzahl beim Anrufbus Nienstädt im vergangenen Jahr fast 20 mal so hoch wie im Gründungsjahr 2014. Beim Anrufbus Niedernwöhren betrug die Steigerung von 2015 bis 2017 immerhin 23 Prozent.

Insgesamt 104.000 Euro fließen in die Bezuschussung von Maßnahmen zur Verbesserung von Haltestellen. Bei einem barrierefreien Ausbau beträgt der Kreiszuschuss 15 Prozent, der Löwenanteil von 75 Prozent kommt aus direkten Landesmitteln und 10 Prozent muss die betreffende Kommune selbst tragen. So erhält die Stadt Sachsenhagen 35.000 Euro für den barrierefreien Ausbau von sechs, die Stadt Rinteln 17.500 Euro für den entsprechenden Ausbau von sieben und die Stadt Bückeburg 5000 Euro für den barrierefreien Ausbau von einer Haltestelle. Für ähnliche Bauprojekte erhalten die Gemeinde Auhagen 13.500 Euro, die Samtgemeinde Nienstädt 10.000 Euro und die Gemeinde Lindhorst für die Erweiterung der P & R-Anlage am Bahnhof 26.500 Euro.

Insgesamt 38 000 Euro zahlt der Landkreis an Zuschüssen für von Kommunen eingerichtete Bedarfsverkehre. Dabei geht es um den Ausgleich der Defizite bei den Fahrtkosten. 19.000 Euro erhält die Samtgemeinde Rodenberg für das dortige Anrufauto. Einen Zuschuss von 14.000 Euro bekommt die Stadt Stadthagen für das Anrufsammeltaxi Omni-Tax. Und schließlich erhält die Samtgemeinde Nenndorf einen Zuschuss von 5000 Euro für ihren NachtLiner-Bus vom Bahnhof Wunstorf bis Lauenau

von Stefan Rothe