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Aus dem Landkreis Landkreis zahlt Solarkampagne selbst
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landkreis zahlt Solarkampagne selbst
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19:12 20.08.2019
In Schaumburg sollen Solaranlagen nach Willen der Kreisverwaltung auf noch mehr Dächern zu sehen sein.   Quelle: rg
Landkreis

Der Landkreis sieht in Solarenergie das größte und konfliktfreiste Feld, wenn es um den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien geht. Das erklärte Kreisbaudezernent Fritz Klebe in einer Sitzung des Bauausschusses. Anders verhalte es sich zum Beispiel bei Windrädern, gegen die sich vielerorts aus unterschiedlichen Beweggründen Widerstand formiert.

Die Dachkampagne Solarenergie besteht aus Öffentlichkeitsarbeit, einem Solarportal im Internet und Beratungen für Hausbesitzer. Hinzu kommen Veranstaltungen wie ein Kommunen-Wettbewerb.
Das Solarportal soll es Hausbesitzern ermöglichen, online selbstständig die Eignung ihrer Immobilie zu überprüfen. Dieser Teil der Initiative kostet den Landkreis 25.000 Euro.

Nicht unnötig Zeit verlieren

In Holzminden und Hameln-Pyrmont kommt das Geld aus dem „Leader“ genannten Fördertopf der Europäischen Union zur Unterstützung ländlicher Räume. Das gilt auch für Rinteln und Auetal, weil diese mit „Westliches Weserbergland“ Teil einer anderen Förderregion sind als der Rest des Landkreises. Über die Verteilung des Geldes entscheidet die sogenannte Lokale Aktionsgruppe, in der unter anderem Vertreter von Kreis, Gemeinden, Vereinen und Verbänden wie der Kreishandwerkerschaft und der Industrie- und Handelskammer sitzen.

Ein Beirat des Gremiums habe Fragen zum Verhältnis von Aufwand und Nutzen der Dachkampagne gehabt, sagt Rainer Kuhlmann, Leiter der hiesigen Leader-Geschäftsstelle. Da die Gruppe diese nicht schnell genug habe beantworten können, sei eben die Entscheidung gefallen, „etwas Eigenes zu machen“, um nicht unnötig Zeit zu verlieren. Die Initiative zur Aktion sei aus Hameln gekommen.

In der Folge hat die Verwaltung den Umfang der Kampagne im Landkreis reduziert. Das Personal der bereits existierenden Leitstelle Klimaschutz soll den Aufwand leisten, einzelne Dienstleistungen werden hinzugekauft. Angesetzt werden dafür im Haushalt zunächst die ursprünglich kalkulierten Kosten von 45.000 Euro. Der Bauausschuss stimmte einer entsprechenden Vorlage einstimmig zu. jcp

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