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Aus dem Landkreis Schaumburger Feuerwehren enorm gefordert
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Schaumburger Feuerwehren enorm gefordert
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00:19 28.07.2018
Feldbrände, wie am 21. Juli in Hobbensen, sind bei der Hitzewelle derzeit keine Seltenheit.
Feldbrände, wie am 21. Juli in Hobbensen, sind bei der Hitzewelle derzeit keine Seltenheit. Quelle: Archiv
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Wie berichtet ging es in den vergangenen Wochen, auch bedingt durch die Hitze, mit den Bränden im Landkreis Schlag auf Schlag. Unermüdlich kämpften die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in Schaumburg gegen die Flammen. Erst am Mittwoch waren 150 Einsatzkräfte bei dem Feuer in Hülshagen gefordert. Auch beim Brand bei dem Entsorgungsunternehmen Tönsmeier in Stadthagen am vergangenen Dienstag waren 150 Brandschützer im Einsatz, bei dem Feuer bei Accentform in Nienstädt am 13. Juli sogar 188.

Verpackungsreste sind am 17. Juli bei dem Entsorgungsunternehmen Tönsmeier in Stadthagen in Brand geraten.

„Diese Zahl an Großbränden ist schon außergewöhnlich“, bestätigt auch Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen also derzeit auch enorm beansprucht. Grund zur Sorge, dass nicht genügend Brandschützer im Ernstfall ausrücken, bestehe jedoch nicht, wie der Kreisbrandmeister betont.

Auch während der Urlaubszeit ist nach Worten von Grote sichergestellt, dass genügend Einsatzkräfte vorhanden sind. Auch wenn einige derzeit verreist sind, gleiche sich das immer wieder aus. Zumal meist mehrere Ortsfeuerwehren zu einem Einsatzort ausrücken.

Ein technischer Defekt ist die Ursache für den Brand bei Accentform in Nienstädt gewesen.

Die Brandschützer seien grundsätzlich regelmäßig gefordert, erklärt der Kreisbrandmeister. Allein die häufigen Unfälle auf der A2 bilden einen Schwerpunkt der Einsätze (wir berichteten). Die Serie von Großbränden sei jedoch schon „eine andere Hausnummer“. Die Sommerhitze tue dabei ihr Übriges, auch wenn das nicht immer der Grund für die Feuer ist, wie der Brand bei Accentform in Nienstädt gezeigt hat, wo ein technischer Defekt die Ursache war. tbh

Weitere Gefahrenbereiche

Ein weiteres Problem in diesem Jahrhundertsommer ist die Waldbrandgefahr: Michael Behrndt vom Niedersächsischen Forstamt in Hessisch Oldendorf warnt: Der Wald sei inzwischen so trocken, dass eine achtlos aus dem Autofenster geworfene Zigarettenkippe ausreiche, um einen Böschungsbrand auszulösen. In den USA, Schweden und Griechenland brennen bereits große Flächen.

Aber auch in anderen Bereichen ist Vorsicht geboten: Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt angesichts der aktuellen Gefahrenlage durch die anhaltende Trockenheit davor, Fahrzeuge mit Katalysatoren auf trockenen Feldern oder Wiesen abzustellen. Das gelte auch für Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, könnten sehr hohe Temperaturen auftreten. wm