Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Schaumburger SPD verliert kräftig
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Schaumburger SPD verliert kräftig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:58 12.09.2016
Anzeige
Landkreis

Ihren Stimmenanteil in etwa halten konnte die CDU, die 30,2 Prozent errang und 1,4 Prozentpunkte abgab. Etwas größere Verluste haben die Grünen erlitten, sie erzielten 9,5 Prozent (fünf Sitze), was einem Minus von 1,9 Prozentpunkten entspricht. Leichte Gewinne konnte die WGS erzielen, die auf 7,5 Prozent (vier Sitze) kam, das bedeutet ein Plus von 0,4 Prozentpunkten. Mit 0,6 Prozentpunkten leicht zugewinnen konnte auch die FDP, die auf 2,3 Prozent (ein Sitz) kam. WIR gewann 0,2 Prozentpunkte hinzu und erzielte 2,4 Prozent (ein Sitz). Die Linke gab um 0,5 Prozentpunkte nach und kam auf 1,8 Prozent (ein Sitz).

„Nicht zufrieden“ zeigte sich der Schaumburger SPD-Chef Karsten Becker mit dem Ergebnis. Offensichtlich sei es nicht gelungen, die positive Entwicklung Schaumburgs „als unsere politische Leistung zu kommunizieren“. Das Resultat der AfD „hätte ich hier in Schaumburg so nicht erwartet, ich bin überrascht“. Künftig werde es nun möglich sein, sich im Kreistag politisch mit der AfD auseinanderzustzen, die hier bisher „nur eine nebulöse Erscheinung war“. SPD-Kreistagsfraktionschef Eckhard Ilsemann zeigte sich vom Ergebnis enttäuscht. „Alle haben an die AfD Federn lassen müssen, und weil wir von einem hohen Sockel kommen, hat es uns naturgemäß besonders getroffen.“

Anzeige

CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes freute sich über das stabile Ergebnis seiner Partei. „Erschüttert“ zeigte er sich über das AfD-Resultat: „Wenn man sich mit deren Inhalten auseinandersetzt, kann man das Wahlergebnis einfach nicht verstehen.“ Auch CDU-Fraktionschef Gunter Feuerbach war „zufrieden“ mit dem Ergebnis der Union. Trotz des AfD-Ergebnisses habe man das Resultat von 2011 in etwa halten können. Das AfD-Resultat bei der Kreistagswahl liege unter dem Bundestrend, das stelle er „mit einer gewissen Erleichterung“, fügte Feuerbach hinzu.

„Sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis war Daniel Carl, Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Nienburg-Schaumburg. Ein Resultat in dieser Größenordnung habe man sich erhofft. Klar sei diese Wahl „von einem Bundestrend überlagert gewesen“, wovon die hiesige AfD profitiert habe. So habe das Flüchtlingsthema hier eine Rolle gespielt. Ziel der AfD im Kreistag ist es nach den Worten Carls, „im Dienste der Sache konstruktiv mit allen anderen Kräften zusammenzuarbeiten“.