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Aus dem Landkreis Sozialverein hat neue Geschäftsführerin
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Sozialverein hat neue Geschäftsführerin
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17:04 27.03.2019
Vorsitzende Ursula Müller-Krahtz (Mitte), Stellvertreter Uwe Krusche und Geschäftsführerin Delia Jürgens bilden den neuen Vorstand des Sozialvereins. Quelle: ssr
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Landkreis

Das Votum auf der Jahresversammlung fiel genauso einstimmig aus wie bei ihrem ebenfalls wiedergewählten Stellvertreter Uwe Krusche, dem früheren Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Einen Wechsel hingegen gab es auf dem Posten der ehrenamtlichen Geschäftsführerin: Die langjährige Amtsinhaberin Martina Kramer trat nicht wieder an, an deren Stelle wurde einmütig Delia Jürgens gewählt. Diese ist hauptberuflich im Sozialamt der Kreisverwaltung beschäftigt und verfügt nach den Worten von Müller-Krahtz „über ganz viele Erfahrung im sozialen Bereich“. Jürgens sagte, sie freue sich auf die „sehr interessante ehrenamtliche Aufgabe“.

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Hauptzweck ist "Weihnachtshilfe"

Hauptzweck des Sozialvereins ist die fachgerechte Verteilung der durch die SN-„Aktion Weihnachtshilfe“ hereinkommenden Spendengelder an bedürftige Empfänger im Landkreis. Aus diesen Mitteln konnten 2018 rund 107 000 Euro an gut 200 Empfänger vergeben werden, wie Müller-Krahtz in ihrem Bericht über das vergangene Jahr vorrechnete. Die Vorsitzende sprach allen Spenderinnen und Spendern der „Weihnachtshilfe“ ihren Dank aus, „egal ob es sich um eine große oder aber auch um eine kleine Spende handelt, die sich jemand mit geringem Einkommen abgezwackt hat – jede Spende zählt“. Der Vertreter der Awo im Sozialverein, Heinz-Gerhard Schöttelndreier, fügte hinzu, die große Spendenbereitschaft für die „Weihnachtshilfe“ zeige, „dass die Menschen durchaus bereit zum Spenden sind, wenn sie wissen, wo das Geld vor Ort bleibt“. Insofern sei die „Weihnachtshilfe eine segensreiche Einrichtung“, so Schöttelndreier.

Müller-Krahtz betonte, das Spendengeld werde „als Einzelfallhilfe an unverschuldet in Not geratene Bürger innerhalb des Landkreises vergeben“. Dabei springe der Sozialverein ausdrücklich nicht für staatliche Stellen ein. „Es wird immer erst geprüft, ob noch ein Anspruch auf staatliche Hilfe besteht, das heißt Spendengeld fließt nur dann, wenn wirklich nichts anderes mehr geht“, führte die Vorsitzende aus.

 Für das laufende Jahr kalkuliert der Sozialverein nach Angaben von Müller-Krahtz mit Ausgaben, sprich Hilfeleistungen in Höhe von rund 127 000 Euro. Von Stefan Rothe