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Aus dem Landkreis Südlink noch nicht vom Tisch
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Südlink noch nicht vom Tisch
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20:49 11.05.2017
Mit Plakaten protestieren die Bürger in Schaumburg und Hameln-Pyrmont gegen den Südlink. Quelle: pr.
LANDKREIS

Bei der StromtrasseSüdlink“ handelt es sich um Erdkabel, die Windstrom von der Küste nach Süddeutschland transportieren sollen. Dafür standen verschiedene Routen zur Option. Eine davon führte durch Schaumburg und Hameln-Pyrmont. Doch davon waren die Strombetreiber zuletzt abgerückt. Die nun bevorzugte Route würde unter anderem durch Thüringen führen.

Keller: Erdkabel darf nicht durch Thüringen verlaufen

Umweltministerin Birgit Keller sieht das „Gebot der Gradlinigkeit“ des von den Strombetreibern bevorzugten Trassenverlaufs verletzt, wie sie auf der Internetseite des Freistaats Thüringen Anfang dieser Woche verlauten ließ. Dieses Gebot habe sich an der Luftlinie zwischen den Anfangspunkten im Norden und den Endpunkten im Süden zu orientieren. „Demnach dürfte das Erdkabel gar nicht durch Thüringen verlaufen“, so Keller. Deshalb hat das Ministerium zwei alternative Vorschlagskorridore entworfen. Beide würden durch das Weserbergland führen.

Dazu hat sich am Donnerstag auf Anfrage auch das Bündnis „Hamelner Erklärung“ geäußert. Das Bündnis hatte sich 2014 im Zuge der ursprünglichen Planung der Strombetreiber gebildet, die für die Trasse Freileitungen statt Erdkabel vorgesehen hatten. „Bisher ist uns zum Thüringer Vorschlag nicht bekannt, auf welcher Methodik dieser im Einzelnen beruht, wo die vorgeschlagenen Korridore im Detail verlaufen, welche Belastungen entstehen und wie dieser in der Gesamtschau zu beurteilen ist“, heißt es vonseiten des Bündnisses, das dazu nun „zeitnah Gespräche führen“ möchte.

„Wir haben fast drei Jahre dafür gekämpft“

Die Landräte der Hamelner Erklärung – darunter auch Jörg Farr – seien sich „einig darin, dass es dieser Trassierung des Südlinks bedarf“, teilt Bündnissprecher und Hamelns Landrat Tjark Bartels mit. „Wir haben fast drei Jahre dafür gekämpft, dass diese Trassierung so gerecht und so fair wie möglich verläuft und genau so werden wir auch mit den Vorschlägen aus Thüringen umgehen.“ Die Trasse müsse dort gebaut werden, „wo nachvollziehbar die geringsten Auswirkungen für Mensch und Natur entstehen“, heißt es. Werde dies nachvollziehbar dargelegt, würde eine Trasse auch im eigenen Gebiet von den Landkreisen akzeptiert werden. pk