Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Volksbank-Vorstand freut sich über verbessertes Betriebsergebnis
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Volksbank-Vorstand freut sich über verbessertes Betriebsergebnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:38 26.04.2019
Die Vorstände Michael Joop (Bild) und Nils Bradtmöller fassen vor den Gesellschaftern das Geschäftsjahr zusammen. Quelle: rg
Anzeige
Landkreis

Einzig das weiterhin sehr geringe Zinsniveau sei eine Belastung, unter der vor allem Anleger litten. Aus Sicht der Volksbank bedeute dies, dass mit mehr als 1,1 Milliarden Euro an Einlagen praktisch kein Geld verdient werden könne.

„Doch trotz des Dauer-Niedrig-Zinsniveaus konnten wir aufgrund eines starken Kundengeschäfts unser Zinsergebnis und die Geschäftserträge steigern“, wusste Joop sichtlich gut gelaunt in der Rattenfängerhalle Hameln zu berichten. Beim Betriebsergebnis vor Bewertung legte das heimische Kreditinstitut um gut eine Million auf 15,74 Millionen Euro zu. Bei dieser für die Branche wichtigsten Kennziffer stehe man damit deutlich besser da, als der Durchschnitt der Volksbanken.

Anzeige

An die Mitglieder kann daher eine fünfprozentige Dividende ausgeschüttet werden – das entspricht einer Summe von 704.000 Euro. 2,13 Millionen Euro werden den Rücklagen zugeführt. Gewinn vor Steuern: 11,6 Millionen Euro.

Appell zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft

Zufrieden sind Joop und sein Vorstandskollege Nils Bradtmöller auch angesichts einer Eigenkapitalquote von 18,4 Prozent. Diese liege deutlich über dem vorgeschriebenen Wert. Gut läuft nach Angaben des Vorstands auch die Vergabe von Krediten, was nicht zuletzt an der „weiterhin ungebremsten Nachfrage nach Anlagen in Immobilien“ liege. Die Summe der Kundenkredite ist demnach um 5,6 Prozent auf 856 Millionen Euro angewachsen. Die Tagesgeld- und Spareinlagen haben sich um 73 Millionen Euro erhöht, auf jetzt über 1,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis könne umso positiver bewertet werden, weil die Zahl der Kunden um 1663 auf 73.078 gefallen ist.

Von einem Wermutstropfen sprach Joop mit Blick auf die heimische Wirtschaft: „Der anhaltende Trend, Waren verstärkt im Internet zu kaufen anstatt beim heimischen Einzelhändler, hat sich leider fortgesetzt.“ Er wies auf die Aktion „Kauf hier“ in Kooperation mit den Schaumburger Tageszeitungen hin, an der sich das Geldinstitut beteiligt. Denn nur wenn man die heimischen Angebote nutze, bleibe die Region auch attraktiv.

Kritisch sieht Joop die „ausufernde Regulatorik“ und den seines Erachtens übertriebenen Verbraucherschutz. Beides sei für die Bank kostspielig (520.000 Euro) und würde auch von den Kunden als belastend empfunden. „Regulatorik ja, aber bitte in Maßen“, so Joop.

Ein anderes Thema, das Politik und Banken beschäftigt: die Wohnungsnot. In diesem Zusammenhang seien zunehmend die fehlenden Fachkräfte in der Baubranche ein Problem. Um der Wohnungsnot entgegenzuwirken, engagiere sich die Volksbank in Region – etwa durch den Bau von Eigentumswohnungen in Stadthagen an der Oberntorstraße.
Eine große Herausforderung stelle die Digitalisierung dar. Sie bringe zwar hohe Kosten mit sich. „Wir wollen uns aber nicht davor verschließen“, so Joop. Auch die Kunden würden weiter fit gemacht beim Thema Online-Banking. Ausdrückliches Lob zollt der Vorstand hier insbesondere den jüngeren Mitarbeitern.

Von Jennifer Minke-Beil

Beste Bank 2019

Die Stuttgarter Gesellschaft für Qualitätsprüfung hat die Volksbank Hameln-Stadthagen als die beste Bank 2019 in der Beratung von Kunden in Hameln ausgezeichnet . „Und das sogar mit großem Vorsprung vor allen Mitbewerbern“, berichtete Michael Joop bei der Vertreterversammlung. Diese Auszeichnung der Leistungen der Mitarbeiter mache ihn stolz. jemi