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Aus dem Landkreis Weichen schon frühzeitig gestellt
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Weichen schon frühzeitig gestellt
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16:36 28.05.2018
Im starken Miteinander der einzelnen Gemeinden sieht der Landesbischof eine Zukunft für die Landeskirche.
Im starken Miteinander der einzelnen Gemeinden sieht der Landesbischof eine Zukunft für die Landeskirche. Quelle: dpa
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SÜLBECK/LANDKREIS

Dabei betonte er, „dass nur im Miteinander aller Kräfte unsere Landeskirche in ihrer Größe eine Zukunftschance hat“.

Manzke zufolge sind die regionalen Bezüge in der Schaumburg-Lippischen Kirche noch sehr stark. Eine Landeskirche „so groß wie möglich zu schaffen“, könne daher nicht das Ziel sein, sagte er mit Blick auf eine mögliche Fusion der Landeskirchen in Niedersachsen. Ob es irgendwann trotzdem zu einem Zusammenschluss kommen werde, „diese Frage ist längst nicht geklärt“, meinte der Landesbischof am Rande der Tagung.

Wettbewerb um Diakone und Pastoren

Die Landeskirche Schaumburg-Lippe habe jedoch frühzeitig investiert und die Weichen dafür gestellt, um weiter eigenständig bleiben zu können – unabhängig davon, was nach dem Konföderationsvertrag, der 2023 ausläuft, entschieden werde.

Der Wettbewerb in Niedersachsen um Pastoren, Diakone und Musiker habe bereits begonnen, schilderte Manzke. „Die Zahl der Studierenden geht zurück.“ Durch „kluge Synodalentscheidungen“ sei es gelungen, die Personalentwicklung im Hinblick auf die große Pensionierungswelle 2020 voranzutreiben.

Die Kirche konnte sechs junge Pastoren, drei Diakone und einen Musiker für die Jugendarbeit gewinnen. Das trage dazu bei, „dass wir uns hinsichtlich der Personalentwicklung im hauptberuflichen Bereich Hoffnungen für die Zukunft unserer Landeskirche machen dürfen“, verkündete Manzke in seinem Bericht. Zudem tritt Martina Nolte-Bläcker zum 1. Juni die Stelle als zweite Krankenhausseelsorgerin am Klinikum Vehlen an.

Verstärkung aus dem Süden

Zur Nachfolge von Lutz Gräber, der als Jugendpfarramtsleiter zum 1. August ausscheidet, gab Manzke an, dass es sich um einen Pastor aus dem Süden Deutschlands handele. Der Name solle noch nicht bekannt gegeben werden.

Bei den Schaumburgern sei es wie bei den Ostfriesen: Sie seien in erster Linie Schaumburger und nicht Niedersachsen. Die regionale Verbundenheit zu den 22 Kirchengemeinden der Landeskirche sei sehr groß. Manzke zählte eine Reihe von Handlungsfeldern des kirchlichen Lebens auf, „die weitgehend in gemeindlichen Bezügen verortet sind und auch bleiben sollen“.

Unter anderem der ambulante Pflegedienst, die gemeindeübergreifende Konfirmandenarbeit sowie die Hospizarbeit. Eine Zusammenarbeit über die gemeindlichen Strukturen hinaus sei aber ebenso notwendig und hilfreich: „Die meisten Bereiche können in einer qualitativen Entwicklung nur dann gehalten und sinnvoll gestaltet werden, wenn sie zumindest im Verbund zwischen mehreren Kirchengemeinden verantwortet werden“, betonte der Landesbischof. kil