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Aus dem Landkreis Windrad-Bau in Schaumburg stockt
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Windrad-Bau in Schaumburg stockt
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20:20 13.02.2020
Symbolbild Quelle: geb
Landkreis

Windräder – anfangs Heilsbringer für den Klimaschutz – sind in den vergangenen Jahren in Verruf geraten. Anwohner fürchten gesundheitliche Folgen und Umweltschützer beklagen die tödliche Gefahr für Vögel. Derweil drehen sich auch die Rotoren von vier Windkraftanlagen in Riepen und Beckedorf nicht mehr. Wie berichtet, müssen die Betreiber nach der Klage eines Umweltverbandes eine Umweltverträglichkeitsprüfung nachholen.

Der letzte Windpark Beckedorf-Riepen ist 2016 in Schaumburg gebaut worden. Mit einer Höhe von 150 Metern sind die Windräder die höchsten im gesamten Landkreis. Der Erörterungstermin in diesem Verfahren hat gestern stattgefunden. Neun Einwendungen hat es gegeben, nur der Nabu Schaumburg nutzte die Gelegenheit, vor Ort Stellung zu nehmen.

Keine Vorrangflächen für Windenergie

Insgesamt stehen in Schaumburg 41 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 43,28 Megawatt. Der Landkreis hat in seinem Regionalen Raumordnungsprogramm keine Vorrangflächen für Windenergie ausgewiesen, wie Kreissprecherin Anja Gewald erklärt. Diese werden von den Kommunen auf Ebene der Flächennutzungsplanung ausgewiesen.

Die erste Anlage ist 1994 im Auetal aufgestellt worden, drei weitere folgten dort 2001. Um die Jahrtausendwende erreichte der „Bauboom“ seinen Höhepunkt. In Apelern (Rodenberg), Altenhagen (Hagenburg) Probsthagen (Stadthagen, Antendorf (Auetal) sowie Lüdersfeld entstanden 2000/ 2001 16 Windenergieanlagen. Die Ausweitung des Mindestabstands zur Wohnbebauung (1000 Meter) erschwert den Bau neuer Windräder.

Von Mira Colic