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Beckedorf Weg frei für neue Windräder
Schaumburg Lindhorst Beckedorf Weg frei für neue Windräder
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20:58 14.03.2017
In Beckedorf stehen bereits Windräder. Ein weiteres kommt in diesem Jahr dazu. Zurzeit werden die Wege für die Baumaßnahmen vorbereitet. Quelle: bab
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Beckedorf/Riepen

„Die Strabag ist dabei, die vorbereitenden Wegearbeiten zu leisten“, erklärt Florian Massante, Geschäftsführer des Wind- und Energieverbundes Schaumburg, die derzeitigen Arbeiten der beauftragten Baufirma. Der Energieverbund regelt den Bau und wird später die drei neuen Anlagen betreiben, die in Riepen entstehen. Investorin und spätere Betreiberin für das Windrad in Beckedorf ist die Bürgerenergiegenossenschaft Schaumburg (BEnGSHG).

„Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt“

Für die Politiker der Samtgemeinde Lindhorst, die mit der Änderung des Flächennutzungsplans im vergangenen Jahr die Voraussetzungen für den Windanlagenbau geschaffen hatten, kommt die Baumaßnahme dennoch überraschend. „Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Sven Unruh, CDU-Fraktionssprecher im Samtgemeinderat. Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther weist allerdings darauf hin, dass der Landkreis die Genehmigungsbehörde für diese Vorhaben ist.

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Landkreissprecher Klaus Heimann bestätigt dies. Die Baugenehmigungen für vier Windräder sind laut Kreisbaudezernent Fritz Klebe im Dezember erteilt worden. Demnach werden die Anlagen jeweils eine Höhe von 149,90 Metern aufweisen. Die Nabenhöhe liegt bei 103,90 Metern, die Durchmesser der Rotoren bei 92 Metern. Für die Beeinträchtigungen der Landschaft müssen die Investoren eine Ausgleichszahlung an den Landkreis leisten. Wie Klebe beziffert, bringt dies dem Kreis 240.451 Euro.

Das ärgert den Lindhorster Ratsherren Sven Unruh besonders. Die Kommunen, die Kosten für die Flächennutzungsplanänderung und Landschaftsversiegelung akzeptieren müssen, haben nichts von dem Geld. Der Betrag gehe aber eins zu eins an die Untere Naturschutzbehörde, sagt Klaus Heimann und werde für Umweltprojekte eingesetzt.

Massante nimmt an, dass Ende des Jahres die Windräder in Betrieb gehen können. Im Frühjahr werden zunächst die Fundamente für die Sockel vorbereitet und gegossen. bab