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Heuerßen "Tür an Tür"
Schaumburg Lindhorst Heuerßen "Tür an Tür"
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18:08 24.02.2019
Koordiniert von Ulrike van Gemmern (Vierte von rechts) sind die Heuerßerinnen bereit zur „Tür-an-Tür“- Hilfe. Quelle: ab
Heuerssen

Die Idee zu dem Nachbarschafts- und Besuchsdienst entspringt dem Heuerßer Kirchenrat. Einige engagierte Frauen waren im Herbst des vergangenen Jahres an die Landeskirche herangetreten, um sich über das Projekt „Tür an Tür“ zu informieren. Das Angebot stieß auf Interesse, und so absolvierten neun Frauen die Weiterbildung, die die Grundlage für die Nachbarschaftshilfe bildet. Die fachliche Anleitung übernahmen Ulrike Henckel und Hartmut Ahrens aus der Praxis LebensWert, die im Sülbecker Gesundheitshaus sitzt.

Unter anderem ging es um das Thema „Gesprächsbegleitung“, sagt Ulrike Henckel: „Ziel ist es, so mit Menschen zu kommunizieren, dass sie sich angenommen und akzeptiert fühlen.“ Das sei nicht immer einfach. Mensch filterten ihre Wahrnehmung, sodass sie oft nicht vorurteilsfrei auf andere zugehen könnten. „Man muss lernen, auch schwierige Gespräche auszuhalten und den anderen in seiner Eigenständigkeit zu respektieren“, sagt Henckel. Im Heuerßer Gemeindehaus „Arche“ ließen Henckel und Ahrens die Mitmacher unter anderem mit Kurzreferaten, Rollenspielen und Gesprächsprotokollen zu diesem Thema arbeiten.

Menschen unterstützen

Demnächst werden die Absolventen damit beginnen, Menschen ihre Unterstützung anzubieten. Wie sieht das genau aus? „Grundsätzlich soll älteren Menschen geholfen werden, so lange wie möglich selbständig zu Hause zu leben“, umreißt Ulrike van Gemmern die Grundidee von „Tür an Tür“. Als Mitarbeiterin des Diakonischen Werks koordiniert sie das Projekt und betreut es in der Anlaufphase. Die Helfer gehen mit den „Nachbarn“ einkaufen, zum Arzt oder zu Behörden. Sie helfen beim Papierkram und begleiten beim Spaziergang. Am wichtigsten dürften die Gespräche sein, die sich bei all diesen Tätigkeiten zwangsläufig ergeben. „Wir ersetzen aber nicht den Pflegedienst, und wir machen auch dem Anrufbus keine Konkurrenz“, sagt van Gemmern.

Das Projekt „Tür an Tür“ der Evangelischen Landeskirche Schaumburg-Lippe läuft andernorts schon mit Erfolg. In Bückeburg und Bad Eilsen haben sich über die Jahre 40 Ehrenamtliche gefunden, die Tür an Tür arbeiten, sagt van Gemmern. Auskünfte über das Heuerßer „Tür-an-Tür“-Projekt erteilt Britta Abs unter (0178) 8130904. ab