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Lindhorst Fünf Millionen für die neue Lindhorster Kita
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Fünf Millionen für die neue Lindhorster Kita
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23:16 13.09.2019
Der neue Kindergarten soll auf dem alten Sportplatz an der Lüdersfelder Straße entstehen. Die Abbildung zeigt die Ansicht von der Straße aus. Quelle: Thalen Consult
Lindhorst

Wie berichtet, soll der Neubau auf dem alten Sportplatz an der Lüdersfelder Straße umgesetzt werden. Sven Unruh (CDU) konnte den Beschluss nicht mittragen und stimmte dagegen. Dem Ratsherren sind in der Entwurfsplanung zu viele Dinge enthalten, die seiner Meinung nach verzichtbar wären und deshalb unnütze Geldausgaben verursachen. Er nannte den geplanten Balkon, eine Loggia im Obergeschoss für die Mitarbeiter, ein Vordach, Kojen, die in die Fensterfronten eingearbeitet werden sollen, in denen sich die Kinder niederlassen können und die Anzahl der Besprechungsräume, die nicht nachvollziehbar sei. „Ich kann das nicht mittragen, das Ganze sprengt die Möglichkeiten der Gemeinde Lindhorst. Wir kommen unserer Verpflichtung zur Sparsamkeit nicht nach“, sagte Unruh, der zugab, dass vieles davon vielleicht „sinnvoll und schön“ sei.

Für jeden Gruppenraum ein Sanitärraum?

Fragen zur Anzahl der Räume an die Architektin Maike Winter vom Planungsbüro Thalen Consult, die den Entwurf im Einzelnen erläuterte, hatte auch Volkmar Märkert (SPD). Er wollte wissen, ob tatsächlich jedem Gruppenraum auch ein Sanitärraum zugeordnet werden müsse, wie im Entwurf dargestellt. Vorschriften dieser Art gebe es zwar nicht, antwortete Winter. Aber bei mehreren Gruppen sei es sinnvoll, weil jedes Kind eigene Utensilien in den Waschräumen unterbringe.

"Gefahr, dass wir uns verzetteln"

„Wenn wir ehrlich sind, hat wohl jeder von uns Bedenken“, sagte CDU-Fraktionssprecher Heinrich Widdel, „aber welche Alternative haben wir?“ Wie andere Ratskollegen ist Widdel sicher, dass der Bau nur teurer werden kann, je mehr Zeit verstreicht. Das sind auch die Erfahrungen der Planerin Maike Winter. Cerstin Bayer (parteilos) sagte mit Blick darauf, dass die Kita integrativ sein soll: „Es ist alles enthalten, was uns wichtig war. Die einzige Gefahr ist, dass wir uns verzetteln.“ Sie plädierte dafür, den Entwurf so schnell wie möglich zu beschließen, „damit wir endlich weiterkommen“. SPD-Sprecher Horst Schimmelpfennig gab ihr Recht. „Was Cerstin sagt, ist nicht von der Hand zu weisen. Wir müssen aufpassen, dass es nicht zu einer Hängepartie kommt.“ Gemeindedirektor Jens Schwedhelm erklärte auf Nachfrage, dass für die weiteren Schritte Geld im Haushalt der Gemeinde eingeplant sei.

Von Babette Jakobs