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Lindhorst Gut für Landwirtschaft und Umwelt
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Gut für Landwirtschaft und Umwelt
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14:20 29.07.2018
Stefanie-Sonnekalb Unruh (von links), Sven Unruh und Maik Beermann lassen sich von Hartmut (hinten) und Hendrik Brunkhorst den Hof und die Maschinen zeigen.
Stefanie-Sonnekalb Unruh (von links), Sven Unruh und Maik Beermann lassen sich von Hartmut (hinten) und Hendrik Brunkhorst den Hof und die Maschinen zeigen. Quelle: kil
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Schöttlingen

Dass immer neue Vorschriften aus der Europäischen Union den Landwirten das Leben schwer machen, davon konnte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann bei einem Besuch auf dem Schöttlinger Hof Brunkhorst überzeugen.

Ackerbau, Biogas und Schweinemast

Im Gespräch mit Landwirt Hartmut und Hendrik Brunkhorst, der vor zwei Jahren in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist, ging es neben Düngevorschriften und umstrittenen Pflanzenschutzverordnungen auch um die Digitalisierung der Landwirtschaft. Zu Gast waren auch die Lindhorster Politiker Stefanie Sonnekalb-Unruh und Sven Unruh.

Der Hof, seit Generationen in Familienhand, bewirtschaftet rund 230 Hektar Acker. Weizen, Zuckerrüben und Mais werden angebaut. Zudem ist der Hof an einer Biogasanlage beteiligt und hat 900 Schweinemastplätze bei einem Lüdersfelder Landwirt gepachtet – im Rahmen einer Betriebsgemeinschaft mit zwei weiteren Höfen, erklärt Hendrik Brunkhorst. Gemeinsam bewirtschaften sie 930 Hektar. Sie verleihen sich ihre Maschinen, vertreten sich im Urlaub und haben zwei Mitarbeiter.

Dank GPS effizienter und ressourcenschonender

Beermann wollte wissen, ob Brunkhorsts auch das Lenksystem RTK (Real Time Kinematik) nutzen. Dabei sind die Schlepper mit einer Simkarte ausgestattet und können durch ein satellitengestützten Navigationssystem GPS empfangen. Das RTK-Signal wird auf dem Hof installiert, kostet in Niedersachsen aber 1110 Euro pro Jahr pro Fahrzeug. „Es erleichtert uns die Arbeit“, sagt Hendrik Brunkhorst. Die Maschinen – zum Beispiel Mähdrescher und Trecker, um Pflanzenschutz auszufahren – werden per GPS gelenkt und zwar so genau, dass es kaum Überlappungen gibt, also möglichst wenig Fläche doppelt befahren wird.

„Das ist viel effizienter“, sagt der junge Landwirt. Damit können wir etwa vier Prozent an Dünger, Saatgut und Diesel sparen. Gut für die Landwirtschaft und für die Umwelt, „eine Win-Win-Situation“, meint Beermann, der sich in den Koalitionsverhandlungen dafür stark gemacht habe, dass die Signale kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. In einigen Bundesländern sei das bereits der Fall, in Niedersachsen leider nicht.

Von Kirsten Elschner