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Lindhorst HGV kritisiert Politik
Schaumburg Lindhorst Lindhorst HGV kritisiert Politik
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19:38 31.03.2019
Die Kinder hatten ihren Spaß, hinter den Kulissen knirscht's: Die Kostenübernahme für die Verkehrssicherung beim Sommerfest erregt beim HGV die Gemüter.
Die Kinder hatten ihren Spaß, hinter den Kulissen knirscht's: Die Kostenübernahme für die Verkehrssicherung beim Sommerfest erregt beim HGV die Gemüter. Quelle: Archiv
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Lindhorst

Auf ein „intensives, erfolgreiches Jahr 2018“ blickt der Handel- und Gewerbeverein (HGV) Lindhorst zurück. Dieses Fazit stellte der HGV-Vorsitzende Torsten Schmidt seinem Rechenschaftsbericht voran, den er anlässlich der Mitgliederversammlung im Hof Gümmer ablegte.

Überschattet wurde das Jahr vom Streit mit dem Lindhorster Rat über die Kosten des Sommerfestes. Schmidt hatte zunächst die Fakten in Erinnerung gerufen. HGV und Mitveranstalter Jahn Lindhorst hätten das Sommerfest finanziell „mit einem leicht positiven Ergebnis“ abgeschlossen. Zoff mit dem Rat habe es wegen der Kosten für die Verkehrssicherung gegeben, deren „Art und Umfang“ (1300 Euro) Schmidt „mehr als fragwürdig“ nannte. Man habe sich eine „Teilübernahme der Kosten“ durch die Gemeinde gewünscht, sagte Schmidt, der Rat habe dies jedoch einstimmig abgelehnt. „Veranstaltungen auf dem Markt werden unter diesen Voraussetzungen nicht mehr möglich sein“, bedauerte Schmidt.

Nichts - nur Sonntagsreden

Hatte der HGV-Vorsitzende den Fall noch moderat kommentiert, verschärfte Sprecher Andreas Klauke den Ton massiv. „Außer Grußworten und Sonntagsreden“ komme von der Lindhorster Politik nichts, schimpfte er. Offensichtlich sei den Ratsmitgliedern entfallen, was der Handel- und Gewerbeverein alles unternehme, um für Lindhorst zu werben. Klauke zählte zahlreiche Aktionen auf, unter anderem die Notfallkarte, die Unterstützung des Anrufbusses und das Aufstellen von Parkbänken.

In seiner Erwiderung wurde auch Bürgermeister Hans-Otto Blume (SPD) deutlich. Mit Blick auf den Sommerfest-Streit sagte er, dass die hoch verschuldete Gemeinde nicht dazu da sei, „zur Gewinnoptimierung des HGV beizutragen“. Es wäre besser gewesen, Gemeinde und Samtgemeinde bei der Planung des Fests „frühzeitig ins Boot zu holen“, schrieb Blume dem Verein ins Stammbuch, um versöhnlich zu enden: Die „positiven Momente“ in der Zusammenarbeit hätten überwogen und sein Wunsch sei, dass das auch so bleibe.

181 Teilnehmer bei Befragung

Schmidt hob die Bürgerbefragung unter dem Titel „Lindhorst will’s wissen“ heraus, 181 Frauen und Männer haben den Fragebogen beantwortet. Dass die Befragung nicht ins Leere läuft, hat der Handel- und Gewerbeverein gerade belegt. „Sauberkeit im Ortsbild“ war eine der häufigsten Wünsche der Bürger gewesen, gerade lief mit großem Erfolg „Lindhorst räumt auf“. Schmidt nannte es erstaunlich, wie viel Müll zusammengekommen sei, „mit einer toten Katze im Karton als ‚Höhepunkt‘“.

In diesem Jahr wird der HGV zusammen mit dem Gewerbeverein Sachsenhagen erstmals eine Gewerbeschau veranstalten. Die Premiere läuft am 7. und 8. September in Sachsenhagen, ein Shuttle fährt vom Lindhorster Markt. „Wir wollen mit der Schau die hohe Anspruchshaltung der Kunden bedienen und die regionale Wirtschaft stärken“, sagte Andreas Klauke.

Am 1. April beginnt Osteraktion

Am heutigen Montag, 1. April, beginnt die Osteraktion des HGV, die bis zum 18. April läuft. Zu gewinnen gibt es Gutscheine und Sachpreise. „Wir wollen Bürger belohnen, die in Lindhorst einkaufen“, sagt HGV-Sprecher Andreas Klauke.

So läuft das Gewinnspiel: Für jeden Einkauf bei einem HGV-Mitglied bekommen Kunden einen Stempel auf einem Sammelpass. Haben sie mindestens sechs Stempel zusammen, nehmen sie an der Oster-Verlosung teil. Die Sammelpässe sind bei den HGV-Mitgliedern kostenfrei zu bekommen, man kann sie sich aber auch unter www.lindhorsthats.info ausdrucken.

Die gestempelten Sammelpässe müssen in eine Lostrommel geworfen werden, die in der Volksbank bereitsteht. Die Gewinner werden am Samstag, 20. April, um 11 Uhr auf dem Marktplatz bekanntgegeben. ab