Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Lindhorst Ohne Leinenzwang
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Ohne Leinenzwang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:46 24.05.2018
Die Grünflächen und Wege in der Nähe des Schützenhauses nahe Ottensen sind ein beliebter Ort für Hund und Halter. Quelle: kil
Anzeige
LINDHORST

Der Bau-, Umwelt- und Sportausschuss findet die Idee grundsätzlich gut, möchte aber zunächst Fragen bezüglich Kosten, Standort und Pflege klären. Außerdem ist es für Gemeindedirektor Jens Schwedhelm wichtig, zu wissen: „Wer hat den Hut auf?“

Martin begründet ihren Antrag mit dem Wunsch, dass Hunde auch während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli ohne Leine toben und frei laufen können. Dieses Anliegen sei von mehreren Hundehaltern an die Ratsfrau herangetragen worden. Martin: „Mit der Ausweisung einer Freilauffläche würden wir den Hundehaltern die Möglichkeit geben, ihre Hunde artgerecht zu halten.“

Anzeige

Als Standort schlägt die Sozialdemokratin ein fast 3000 Quadratmeter großes Grundstück am Trog zwischen Falken- und Finkenstraße vor. Die Fläche müsse auf drei Seiten eingezäunt sein und eine Hundetoilette bekommen.

Die Verwaltung hält den Standort laut Schwedhelm für „wenig geeignet“. Wegen der Nähe zur Wohnbebauung und fehlender Parkmöglichkeiten. Zudem gebe es für den angrenzenden alten Festplatz einen Bauantrag. Dort möchte jemand sechs bis sieben Wohneinheiten errichten.

Verwaltung schlägt Bereich am Schützenhaus vor

Als Alternative schlug der Gemeindedirektor im Ausschuss den Bereich zwischen Schützenhaus und Ottensen vor – im rund 20.000 Quadratmeter großen Bürgerwald. Dort seien die Anwohner weniger betroffen und es gebe Platz zum Parken.

Holger Mensching (CDU) favorisiert hingegen den Lindhorster Standort. Weitere Entscheidungen will er aber erst treffen, nachdem die Verwaltung eine Kostenschätzung vorgelegt hat. Grob konnte Schwedhelm bereits Auskunft darüber geben: Mit Einzäunung und Hunde-WC koste die einmalige Bereitstellung des Platzes geschätzte 1500 Euro. Die Frage, wer die Wiese bewirtschaftet und pflegt und wer die Verantwortung trägt, müsse unbedingt noch geklärt werden, so der Verwaltungschef.

Stefanie Sonnekalb-Unruh (Grüne) fand die Idee anfänglich gut. Allerdings klappe schon jetzt die Entsorgung der Hinterlassenschaften von Hunden nicht, darum ist sie skeptisch, ob die Pflege einer Freilauffläche zu gewährleisten sei.

Volkmar Märkert (SPD) hält viel von der Idee. Er sei selbst einmal Hundehalter gewesen und hält es für wichtig, dass die Tiere auch mit anderen Vierbeinern in Kontakt kommen. „Damit wäre vielen geholfen.“ Er zieht den Standort nahe des Schützenhauses vor, möchte aber auch, dass zunächst Kosten und Verantwortung geklärt werden. So fiel auch die Beschlussempfehlung an den Rat aus. Dieser tagt am Donnerstag, 31. Mai, 19 Uhr, an der Bahnhofstraße 55. kil