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Lindhorst SPD will mehr Park&Ride
Schaumburg Lindhorst Lindhorst SPD will mehr Park&Ride
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17:40 26.05.2017
Die Grünfläche an der Südseite des Bahnhofs könnte für eine Erweiterung des Parkplatzes infrage kommen. Quelle: bab
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LINDHORST

Die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Sportausschusses haben über das Thema beraten, waren sich aber über die Rahmenbedingungen nicht einig. Die Verwaltung soll nun nochmal die unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten durch Förderprogramme prüfen und ob die von der SPD vorgeschlagenen Flächen überhaupt in Frage kommen.

 Insgesamt 120 Parkplätze stehen auf der im Jahr 2013 eröffneten Park&Ride-Anlage für Pendler zur Verfügung. Diese werden nach Meinung der SPD nicht mehr ausreichen, wenn der Großraumverkehr Hannover (GVH) ausgedehnt und Lindhorst in den vergünstigten Tarif aufgenommen wird. Schon heute parkten Autos widerrechtlich auf den Grünstreifen. Die Sozialdemokraten schlagen deshalb vor, südlich der Bahn eine gemeindeeigene Grünfläche auszubauen und die Park&Ride-Flächen auf der nördlichen Seite in Richtung Westen zu erweitern. Laut Verwaltungsvorlage könnten insgesamt 90 Prozent des Ausbaus durch Fördermittel (75 Prozent über die Landesnahverkehrsgesellschaft und weitere 15 Prozent über sogenannte Regionalisierungsmittel) finanziert werden.

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Kein Geld verschenken

Obwohl es aus dem angestrebten Dorfentwicklungsprogramm mit 73 Prozent weniger Förderung für Projekte geben würde, schlug Holger Mensching (CDU) vor, dieses neue Programm abzuwarten. „Grundsätzlich sind wir dafür“, stellte er aber klar, dass die Flächen ausgedehnt werden sollten. „Wir sollten kein Geld verschenken“, meinte Mensching, der weiter argumentierte, dass die Frist für die Förderung durch Nahverkehrs- und Regionalisierungsmittel in diesem Jahr ohnehin nicht eingehalten werden könne. Bis klar sei, ob Lindhorst ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen werde, reicht es nach Menschings Meinung, am Bahnhof vorerst Schilder aufzustellen, die das Parken auf den Grünanlagen untersagen. Außerdem glaube er sowieso nicht an eine schnelle Umsetzung des GVH-Tarifs zum Jahresanfang 2018, der schon oft angekündigt und immer wieder verschoben worden sei.

 Andreas Kobel (Bündnis 90/Die Grünen) stellte den Bedarf zudem grundsätzlich infrage. Er beobachte nicht, dass die Parkplätze am Bahnhof nicht ausreichen würden. Außerdem könnten seiner Meinung nach die ins Auge gefassten Erweiterungsbereiche tabu sein, weil diese als Ausgleichsfläche dienten.

 Volkmar Märkert (SPD) schlug vor, den Beschluss auf Erweiterung zu fassen, die Umsetzung aber bis zur Klärung der Fördermöglichkeiten zurückzustellen. Märkert glaubt nicht, dass eine Erweiterung den Bedarf decken würde, wenn der GVH-Tarif kommt. „Dann reichen die Parkplätze so oder so nicht.“ Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, die aufgeworfenen Fragen zu klären. bab