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Lindhorst Solabali soll Kneipp-Becken bekommen
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Solabali soll Kneipp-Becken bekommen
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19:00 02.09.2019
Symbolbild Quelle: Archiv
Lindhorst

Den entsprechenden Antrag hatte der Senioren- und Behindertenbeirat der Samtgemeinde gestellt. Die Samtgemeinde will für den Bau sogar bereits Geld in den Nachtragshaushalt für 2019 stellen. 10.000 Euro sind dafür vorgesehen. Außerdem will der Wasserverband Nordschaumburg laut Verwaltung die Anlage mit 10.000 Euro fördern. Der Antrag des Ratsherren Matthias Hinse (Die Linke), das Ehrenamt zu stärken, indem Feuerwehrangehörige eine Gratis-Jahreskarte für das Solabali bekommen, wurde abgelehnt.

Als „eine sehr positive Idee vom Senioren- und Behindertenbeirat“ hat SPD-Sprecher Horst Schimmelpfennig den Vorschlag gewertet, der „ein zusätzliches Highlight“ für das Schwimmbad bringen werde. Auch die anderen Fraktionen sehen dies so, weisen aber darauf hin, es so zu betreiben, dass Vandalismus möglichst ausgeschlossen werden kann.

Standort genau prüfen

„Ich hoffe, dass die Bürger das zu schätzen wissen und es nicht zu Vandalismus kommt“, sagte Anke Müller (CDU) ebenso wie ihr Fraktionskollege Jörg Windheim (CDU), der sich auch um die Verkehrssicherungspflicht sorgt. Deswegen sehe er es „kritisch“, das Becken öffentlich zugänglich zu machen. „Außerhalb der Öffnungszeiten halte ich das nicht für praktikabel“, sagte Windheim. Ulf Dönau (Bündnis90/Die Grünen) riet deshalb, den Standort für das Becken genau zu prüfen und später auch abzusichern. Cerstin Bayer, inzwischen parteilos, sprach im Plural und schloss damit wohl Aileen Martin (SPD) ein, die aus der Fraktion der Sozialdemokraten ausgetreten war. „Wir finden den Antrag gut“, sagte sie und fügte hinzu: „Wir finden es auch gut, dass der Senioren- und Behindertenbeirat solche Ideen hat.“

Die Idee von Matthias Hinse allerdings fand keinen Anklang bei den Ratsmitgliedern. Er möchte Feuerwehrleuten der Samtgemeinde als Anerkennung eine Jahreskarte für das Schwimmbad zukommen lassen. Er forderte bei der Ausführung zu seinem Antrag, den „Sonntagsreden“, in denen die Feuerwehr immer gelobt werde, auch endlich Taten folgen zu lassen. Grundsätzlich stand der Samtgemeinderat dem auch offen gegenüber, will aber die Feuerwehr nicht gegenüber anderen Ehrenämtern bevorzugen.

Arbeitsgruppe „Ehrenamt“ soll gegründet werden

Die Kommunalpolitiker folgten deshalb Hinses Antrag nicht, sprachen sich aber einhellig für einen anderen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus, der zum Ziel hat, eine Arbeitsgruppe „Ehrenamt“ zu gründen. Sie soll Möglichkeiten erarbeiten, wie das Ehrenamt gestärkt werden kann und welche Anreize geschaffen werden können, um Ehrenämter auch künftig zu besetzen. „Das finde ich auch sehr gut“, sagte Schimmelpfennig, der vorschlug, die Gruppe bis Mitte 2020 tagen zu lassen und dann Entscheidungen zu treffen. Uwe Müller (CDU) und Hinse boten sofort ihre Mitarbeit in der Gruppe an.

Von Babette Jakobs