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Lindhorst Wie die Kohle ins Museum kommt
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Wie die Kohle ins Museum kommt
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16:07 26.03.2019
Reinhard Falke (von links), Klaus Meyer, Vereinsvorsitzender Erwin Martin und Werner Pennekamp vom Kultur-Förderverein Schaumburger Bergbau wollen die Museumsausstellung mit audivisuellen Medien zukunftsfest machen.
Reinhard Falke (von links), Klaus Meyer, Vereinsvorsitzender Erwin Martin und Werner Pennekamp vom Kultur-Förderverein Schaumburger Bergbau wollen die Museumsausstellung mit audivisuellen Medien zukunftsfest machen. Quelle: bab
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Lindhorst

Die Ehrenamtlichen erhalten dabei von mehreren Seiten Unterstützung. Die angeschobenen Projekte haben Förderer überzeugt. Wie berichtet, hatte die bisherige Modernisierung unter anderem mit Mitteln aus VGH-Stiftung, Schaumburger Landschaft, Sparkasse und Kommune umgesetzt werden können. Nun will sich der Verein um Leader-Mittel bewerben. Wie der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Falke berichtete, stehen die Chancen dafür sehr gut.

Einen großen Schritt für die Reputation des Museums im Lindhorster Hof Gümmer stellt die jüngste Auszeichnung für beispielhafte museumspädagogische Projekte in Niedersachsen und Bremen dar, die den Lindhorstern 3500 Euro von der VGH-Stiftung einbringt. Stolz berichtete Falke bei der Hauptversammlung, man stehe dabei in einer Reihe mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven, dem Heimatmuseum Hoya, der Kunsthalle Bremen, dem Ostfriesische Teemuseum Norden und dem Museum Kalkriese in Osnabrück, die ebenfalls gewürdigt wurden.

Das ausgezeichnete Lindhorster Projekt wird in Kooperation mit der Magister-Nothold-Oberschule umgesetzt. Unter dem Titel „Wie kommt die Kohle ins Museum“ beschäftigen sich Lernschwächere und Schüler mit geringen Deutschkenntnissen mit der Historie des Bergbaus und erstellen einen dreiminütigen Film über dieses Thema, der dann im Museum zu sehen sein wird.

Multimedial aufbereitet

Das „Verstehen der Kultur mit einfachen Mitteln“, ist ein Aspekt, den Falke nennt. Ein weiterer Grund, aus dem im Bergbaumuseum die Multimedia-Präsentation ausweiten will: Die Zeitzeugen werden rar. Ehrenamtliche, die selbst noch im Bergbau arbeiteten und durch das Museum führen, gebe es kaum noch. Deren Wissen und Erfahrungen sollen jetzt auch für künftige Generationen durch audivisuelle Medien festgehalten werden. Auch ohne persönliche Führung durch die Ausstellung soll sich der Hintergrund für die Besucher dann erschließen.

Teile der Ziegeleiausstellung sollen laut Vereinsvorstand ebenfalls im Museum Platz finden und ein weiteres Stollenstück in Originalgröße soll im Verbindungsgang zum Ziegelei-Raum gebaut werden. Für diese Projekte hat sich Falke nach Finanzierungsmöglichkeiten über das Leader-Programm erkundigt. Dazu sei aber eine Kofinanzierung nötig. Nach Absprache mit der Gemeinde Lindhorst und dem Landkreis ist Falke optimistisch, dass die Mittel gewährt werden könnten. Da die Antragsfrist drängt, hat die Gemeinde bereits den Antrag auf Förderung auf die Tagesordnung für die nächste Ratssitzung am Donnerstag, 4. April, 18.30 Uhr, im Hof Gümmer gesetzt. Auf 2000 Euro lautet der Antrag, um zwei Audio- und drei Videostationen zu installieren.

Am 20. Mai wird die Übergabe des Förderpreises der VGH-Stiftung erfolgen. Dazu wird der Verein einen kleinen Empfang geben. bab