Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Lüdersfeld Feuerwehren von Lüdersfeld und Vornhagen fusionieren
Schaumburg Lindhorst Lüdersfeld Feuerwehren von Lüdersfeld und Vornhagen fusionieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:09 17.12.2019
Ab dem 1. Januar hört die Feuerwehr Lüdersfeld/Vornhagen auf das Kommando von Marko Eberding (von links), Thomas Schwabe und Stefan Röhler. Quelle: pr
Lüdersfeld/Vornhagen

Auch das neue, gemeinsame Kommando ist von dem Gremium abgesegnet worden. Thomas Schwabe, bisher Ortsbrandmeister der Wehr Lüdersfeld, wird auch die neue Feuerwehr leiten. Ihm zur Seite stehen mit Marco Eberding und Stefan Röhler zwei Stellvertreter. Bei der letzten Generalversammlung der Lüdersfelder Wehr hat Samtgemeindebürgermeisterin Svenja Edler auf Wunsch des Kommandos außerdem den langjährigen ehemaligen Ortsbrandmeister Wilfried Schröder zum Ehrenortsbrandmeister der Lüderfelder Feuerwehr ernannt.

Zwei Stellvertreter für Ortsbrandmeister

Die Fusion der Feuerwehren hat auch Auswirkungen auf alle anderen Wehren der Samtgemeinde. Derzeit sind die Ortskommandos in der Samtgemeinde Lindhorst mit jeweils einem Ortsbrandmeister sowie einer Stellvertretung besetzt. In einer gemeinsamen Versammlung der Feuerwehren Lüdersfeld und Vornhagen wurde vorgeschlagen, dem Ortsbrandmeister zwei gleichberechtigte Stellvertreter zur Seite zu stellen. Dies soll künftig auch in den anderen Einheiten möglich werden. Deshalb hat der Samtgemeinderat einer Satzungsänderung zugestimmt. Gleiches gilt für die Satzung, die die Aufwandsentschädigung der Funktionsträger festlegt.

„Man muss sich noch einigen, wie die Stellvertreter entschädigt werden sollen“, kündigte Ratsvorsitzender Hans-Otto Blume (SPD) an, dass über genaue Beträge noch einmal gesprochen werden müsse. Edler schlug vor, dass sich das Kommando im ersten Quartal des nächsten Jahres über die Aufwandsentschädigungen Gedanken machen und prüfen solle, wo die Samtgemeinde mit ihren Beträgen im Vergleich liege.

Dienstherren mit an den Tisch holen

Während sich Uwe Müller (CDU) „sehr über das Entgegenkommen der Verwaltung“ freute, gefiel dem Ratsherrn Matthias Hinse (fraktionslos, Die Linke) nicht, „die Kameraden allein zu lassen“. „Ich würde schon gut finden, wenn der Dienstherr mit am Tisch sitzt. Für die Feuerwehren sind wir zuständig“, argumentierte Hinse, der vorschlug, einen Arbeitskreis zu bilden. „Bisher hat das Gemeindekommando immer richtige Entscheidungen getroffen. Ich bin mir sicher, dass die Verwaltung sich auf die Feuerwehr verlassen kann“, entgegnete Matthias Blume (SPD).

Der Feuerschutzausschussvorsitzende ist sicher, dass keiner im Rat ermessen kann, wie groß die Arbeit der Ortsbrandmeister und von deren Stellvertretern ist. Außerdem sitze Silke Schweer vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung regelmäßig dabei. „Das reicht völlig aus.“ Das meinte auch Grünen-Sprecher Ulf Dönau. „Es sitzen kompetente Leute im Kommando, wir sind gut beraten, darauf zu hören“, sagte er. Auch Cerstin Bayer von der neu gegründeten Gruppe WGL Plus sah das so. „Was Fachleute machen, sollten wir auch Fachleuten überlassen.“

Statik-Prüfung dauert länger

Svenja Edler rückte bei der Sitzung noch ein Missverständnis zurecht. Der Einzug der künftigen Feuerwehr Lüdersfeld/Vornhagen in das neue Gerätehaus verzögere sich entgegen anderslautenden Aussagen nicht. Lediglich die Statik-Prüfung habe länger gedauert als angenommen. „Das hat keine Auswirkungen auf die Fertigstellung.“ Im Mai/Juni soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Auch die Kosten liegen im Rahmen“, sagte Edler. Rund 1,66 Millionen wird das neue Gebäude am sogenannten Englischen Rad kosten. bab

Mehr zum Thema:

Umstellen und neu aufstellen