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Samtgemeinde Lindhorst Feuerwehrhaus kostet 1,6 Millionen Euro
Schaumburg Lindhorst Samtgemeinde Lindhorst Feuerwehrhaus kostet 1,6 Millionen Euro
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00:18 22.06.2018
Quelle: pr.
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Samtgemeinde Lindhorst

Zuvor waren die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus Lüdersfeld-Vornhagen noch auf rund 950 000 Euro geschätzt worden.

Der Wölpinghäuser Ingenieur Uwe Brinkmann, der bereits für die neuen Gerätehäuser in Hagenburg und Bad Nenndorf verantwortlich war, hatte dem gemeinsam tagenden Bau- und Feuerschutzausschuss des Rates der Samtgemeinde die Pläne und die sich daraus ergebenden Kosten vorgetragen. Und das offenbar so transparent und schlüssig, wie die Mitglieder positiv feststellten, dass sie keine andere Möglichkeit sahen, als „in den sauren Apfel zu beißen“ und die Mehrkosten zu tragen, wie es Horst Schimmelpfennig (SPD) ausdrückte.

„Wir haben im Vorfeld alles auf die Bedürfnisse der Feuerwehr und auf Grundlage des aktuellen Rechts abgestimmt“, leitete Brinkmann seine Präsentation ein. Aufgrund der Einsatzgröße von 56 Kameraden inklusive Jugendwehr ergebe sich ein Raumprogramm mitsamt Fahrzeughalle (272 Quadratmeter für drei Fahrzeuge) von 600 Quadratmetern. Es handle sich um einen reinen Zweckbau, „wir haben also keine goldenen Wasserhähne eingeplant“. So werde auch auf eine Verklinkerung verzichtet, was die Kosten noch weiter in die Höhe treiben würde.

„Summe ist nachvollziehbar“

Kostentreibend wirke sich der Boden aus, auf dem das Gebäude errichtet werden soll. Denn die Lösslehme seien nicht tragend und müssen großflächig abgetragen werden. Das habe die Baugrunduntersuchung ergeben. Weil der Boden außerdem das Wasser nicht versickern lasse, müsse ein Regenrückhaltebecken errichtet werden.

Für die Erschließung fallen 26 500 Euro an, den Gebäudebau berechnet Brinkmann mit 994 000 Euro, die Außenanlagen mit 353 000 und die Nebenkosten mit 186 000 Euro – insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. „Das ist der Kostenrahmen, den man aktuell erwarten muss. Die Zahl schockiert sicherlich, aber ich muss sie nennen, wie sie ist.“

Brinkmann betonte, dass er nicht abschätzen könne, wie die Ausschreibungen verlaufen werden, „in den vergangenen Jahren gab es krasse Differenzen zu den Schätzungen“. Wilfried Schröder (CDU) nahm es gelassen: „Wir hatten die Kosten so nicht eingeschätzt, aber sie sind zum Teil sicherlich der Konjunktur geschuldet, die Baufirmen können hohe Preise verlangen.“

Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther gab zu, dass ihn die Zahlen im ersten Moment überrascht hätten, „aber nach dem Vortrag ist die Summe nachvollziehbar“. Dem schlossen sich alle Ausschussmitglieder an und stimmten für die Entwurfsplanung.

Der Samtgemeinderat wird morgen in seiner Sitzung, (19 Uhr, Bahnhofstraße 55a) darüber beraten. col